(openPR) Vor wenigen Monaten ist die erste deutschsprachige Biografie zum derzeitigen türkischen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden der AKP, Recep Tayyip Erdogan, erschienen. Auf rund 300 Seiten werden nicht nur die Herkunft und der politische Werdegang dieses bemerkenswerten türkischen Politikers nachgezeichnet, sondern auch eine kritische Analyse der AKP-Politik in der Zeit von 2003 – 2011 geliefert.
Ebenso interessant oder vielleicht noch wichtiger sind aber die Teile des Buches, die eine Prognose über die Entwicklungen in der Türkei für den Zeitraum bis zum Jahre 2023 liefern. Dabei wird im Kapitel „Erdogan auf dem Weg zum zweiten Atatürk?" auch über die „heimlichen“ Pläne Erdogans „spekuliert“.
ERDOGANS GEDANKEN
Die nächste Wahl für einen Staatspräsidenten ist regulär im Jahre 2014. ... Bis zum Jahre 2014 können die gesetzlichen Änderungen durchgesetzt werden, die dem Staatspräsidenten eine Machtfülle verschaffen, wie sie in den USA und in Frankreich gegeben sind und Erdogans Vorstellungen entsprechen. ...
2014 tritt Erdogan erstmals als Präsidentschaftskandidat auf. Ungeachtet dessen, wie sich die Meinung des türkischen Volkes zur AKP zu diesem Zeitpunkt darstellt, darf er davon ausgehen, dass sein charismatisches Auftreten so tiefe Spuren im Volk hinterlassen hat, dass kein anderer Kandidat mehr Stimmen auf sich wird vereinigen können. Er wird sich als der Präsident darstellen, der der Türkei in der ganzen Welt zu neuem Ansehen verholfen hat. Damit deckt er das Bedürfnis der türkischen Bevölkerung nach ausgeprägtem Nationalstolz.
FÜHRENDER AKP-POLITIKER FORMULIERT NEUJAHRSWUNSCH
Jetzt hat sich zum ersten Mal ein führendes Mitglied der AKP-Regierung, Verkehrsminister Binali Yildirim, zu diesem Thema geäußert, melden die Deutsch Türkischen Nachrichten und beziehen sich dabei auf türkische Medien. Danach hat der Minister in einem Interview mit dem türkischen Fernsehsender Habertürk TV gesagt: „Natürlich wollen wir unseren Premierminister als den nächsten Präsidenten sehen. ... Wie Sie jedoch wissen, wird der nächste Präsident durch eine Volksabstimmung gewählt werden.“
Aber – siehe oben – derzeit zweifelt in der Türkei niemand ernsthaft daran, dass es für einen großen Teil der türkischen Bevölkerung keinen anderen Präsidenten als Recep Tayyip Erdogan geben kann. Ob das ausreicht, um bereits im ersten Wahlgang die notwendige Mehrheit zu erhalten, ist derzeit noch offen. Doch letztlich wird Erdogan diese Wahl für sich entscheiden.
Wer sich genauer über die heutige Türkei, die AKP und den machtbewussten Ministerpräsidenten informieren möchte, sollte jetzt das Buch „Erdogan – ein Meister der Täuschung“ lesen.
Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier.
www-atr-zeitung.com












