(openPR) Es scheint trotz aller Dementi von Seiten der deutschen Bundeskanzlerin fast unabwendbar: die Eurobonds kommen.
Nicht, weil das etwa langfristig Sinn machen würde, es verlängert nur das Leiden. Genauso klug wäre es, beim Campieren im tiefsten Winter seinen Mantel auszuziehen und ins Feuer zu werfen, damit dieses ein bisschen länger brennt. Die nächsten Minuten wird es wärmer, danach aber umso kälter.
Leider scheint die Politik aus dem Fiasko der Sparpolitik in Griechenland und Portugal nichts gelernt zu haben. Es scheint gar nicht mehr um die Bewältigung des Problems zu gehen, sondern nur noch darum, wie wir den totalen Kollaps etwas länger in die Zukunft schieben.
Nicht, dass die Lage der Euro-Länder nicht schon schlimm genug wäre. Spanien zahlt für Staatsanleihen mittlerweile satte 7 %, obwohl die offizielle Staatsverschuldung geringer als die Deutschlands gemessen am Bruttosozialprodukt ist. Aber mehr als 20 % Arbeitslosigkeit und eine Regierung, die beim Antritt auch „keine Wunder versprechen kann“, verheißen für die Zukunft nichts Gutes.
Portugal und Griechenland sind faktisch kaputt gespart worden, weil die Einsparungen nur zu Lasten der Normalverdiener und der kleinen und mittelständischen Betriebe ging. Die Wirtschaft in Griechenland schrumpft in diesem Jahr um gigantische 5,5 %, da muten die 3 % in Portugal eher noch erträglich an.
Abschreibungen auf diese Länder sind realistisch gesehen nicht mehr zu umgehen, auch Irland wird in diesen Strudel gerate, aber uns droht viel Schlimmeres: Italien und Spanien sind viel mehr als nur gefährdet, besonders wenn bei Portugal und Griechenland ein Schuldenschnitt vorgenommen wird.
Die Rettung sind jetzt angeblich die Eurobonds, damit die Zinsen der Euro-Länder mit spekulativer Bonität nach unten gefahren werden. Soweit die guten Nachrichten.
Aber was geschieht im gleichen Augenblick mit der Bonität der Garanten des Euros, Deutschland und Frankreichs?
Einen Vorgeschmack auf die Zukunft haben letzte Woche die neuen Anleihen des Bundes gezeigt. Diese wurden wie saures Bier am Markt gehandelt. Die Nachfrage war absolut enttäuschend. Die Zeichen stehen also auf höhere Zinsen auch für Deutschland und diese höheren Zinsen würden auch unseren Staatshaushalt umwerfen.
Derzeit hat Deutschland eine Staatsverschuldung von gut 2 Billionen Euro. Je Prozentpunkt höherer Zinssätze müssen wir also 22 Milliarden Euro zusätzlichen Zinslasten zahlen. Stellen Sie sich einmal vor, was ein durchschnittlicher Zinssatz von 5 % kosten würde und wie dann unser Staatshaushalt aussieht.
Wir haben also die Wahl: lassen wir heute die gefährdeten Länder in die Insolvenz gehen und sorgen damit wahrscheinlich für das Ende des Euros oder entscheiden wir uns für die Verlängerung der Leiden und gefährden damit alle Volkswirtschaften Europas und letztlich die Weltwirtschaft?
Angela Merkel scheint entschlossen, den Wahnsinn der Eurobonds zu verhindern, aber leider zeigt sich in der jüngsten Vergangenheit bei dem Rettungsschirm, dass Merkel sich im Konzert der Eurogiganten nicht durchzusetzen kann. Eine Staatspleite im großen Stil wird damit leider wahrscheinlicher.
Nicht umsonst fliehen immer mehr Anleger regelrecht in Sachwertanlagen. In gesuchten Standorten sind Angebote oft in nur wenigen Tagen vergriffen und es wollen sich immer weniger Immobilienbesitzer von ihrer Anlage trennen.
Kein Wunder, denn sie Immobilie bietet einen hohen Inflationsschutz und erhält selbst in Zeiten kriselnder Währungen und Volkswirtschaften oftmals ihren Wert. Alternativen sind derzeit rar gesät, so dass die Preise insbesondere in Metropolregionen weiterhin steigen dürften.











