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Unter Rufen nach „Unabhängigkeit für Tibet“ setzte sich heute ein weiterer junger Tibeter in Flammen

17.10.201116:40 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Unter Rufen nach „Unabhängigkeit für Tibet“ setzte sich heute ein weiterer junger Tibeter in Flammen
Norbu Dadul 2009, als er noch Mönch des Klosters Kirti war
Norbu Dadul 2009, als er noch Mönch des Klosters Kirti war

(openPR) Noch ein Tibeter hat sich in der leidgeprüften Region Ngaba aus Protest gegen Chinas Herrschaft über Tibet selbst verbrannt. Heute um 11.50 Uhr Ortszeit zündete sich der 19jährige Norbu Damdul, ein ehemaliger Mönch des Klosters Kirti, in der Stadt Ngaba an.



„Von Flammen umzingelt rief Norbu Damdul Parolen, er forderte die ‚vollkommene Unabhängigkeit für Tibet’ und ‚die Rückkehr Seiner Heiligkeit des Dalai Lama nach Tibet’“, zitiert das Exil-Kloster Kirti in seiner Mitteilung einen Augenzeugen.

Chinesische Sicherheitskräfte eilten herbei und nachdem sie die Flammen gelöscht hatten, schlugen sie mit was immer für Gegenständen sie gerade in der Hand hielten, erbarmungslos auf Norbu Damdul ein.

„Chinesische Polizei jagte Norbu Damdul, als er in Flammen gehüllt noch ein Stück rannte, dann löschten sie das Feuer, schlugen ihn, packten ihn in ein Polizeifahrzeug und rasten davon“, berichten Augenzeugen

„Obwohl sein Körper schwer verbrannt war, schien er noch am Leben zu sein, als das Sicherheitspersonal ihn packte und in ein Polizeifahrzeug warf“. Im Augenblick gibt es keine Informationen über Norbu Damduls Zustand und Verbleib.

Viele Tibeter liefen am Schauplatz des Geschehens zusammen, doch bald traf ein großes Kontingent von bewaffneter Polizei ein, das die Menge zerstreute. „Das Sicherheitspersonal richtete seine Waffen auf den Menschenauflauf, so daß alle auseinanderstieben, auch die Zugangsstraßen zu dem Bezirk Ngaba wurden augenblicklich abgeriegelt“, fuhr der Augenzeuge fort.

Dies ist der achte Fall einer Selbstverbrennung in diesem Jahr. Als Resultat der repressiven Politik der chinesischen Regierung ist die Lage um das Kirti Kloster dermaßen verzweifelt geworden, daß sich immer mehr Tibeter als letztes Mittel des Protestes, welches ihnen noch übrigbleibt, selbst anzünden. Wenn die Behörden die Restriktionen, die sie der dortigen Bevölkerung auferlegten, nicht lockern, ist zu befürchten, daß sich die Serie der Selbstverbrennungen noch fortsetzen wird.

Seit März 2011 befindet sich das Kloster Kirti in Ngaba, sowie der gesamte Bezirk Ngaba unter militärischer Belagerung. Die Anwesenheit von uniformierten Milizen ist zwar nicht mehr so sichtbar wie zuvor, doch ist von 200 - 300 chinesischen Beamten in Zivil im Kloster Kirti die Rede und schätzungsweise 50.000 bewaffneten paramilitärischen Kräften im Bezirk Ngaba. Dabei liegt die tibetische Bevölkerung im Bezirk Ngaba unter 50.000. Das hat ein Klima unerträglicher Unterdrückung geschaffen.

Human Rights Watch kam in einer neuen Studie (1) zu dem Schluß: „Ein dramatischer Anstieg bei den staatlichen Ausgaben für die innere Sicherheit seit 2002“ in der Region Ngaba in Osttibet ist mit verantwortlich für „den Groll der Bevölkerung und die unruhige Lage“.

„2009 waren die jährigen Pro-Kopf-Ausgaben für die öffentliche Sicherheit, wozu die zivilen Polizeikräfte, die bewaffnete Volkspolizei und die Kosten für den Unterhalt von Gerichten und Gefängnissen zählen, in Ngaba fünfmal so hoch wie in den nicht-tibetischen Präfekturen Sichuans, und über doppelt so hoch wie in der Provinzhauptstadt Chengdu“.

Mit der Einrichtung einer neuen „Terrorismus-Bekämpfungs-Einheit“ 2007 und dem Feldzug des „harten Zuschlagens“ gegen „gewalttätige terroristische Aktivitäten“ in Ngaba und „neuen Sicherheitsmaßnahmen, die das Recht auf Meinungs-, Versammlungs- und Glaubensfreiheit in den tibetischen Klöstern einschneidend reduzierten“, nahmen die Spannungen dramatisch zu.

(1) Appendix: Spending on Security in Aba Prefecture, http://www.hrw.org/sites/default/files/related_material/Appendix%20-%20Spending%20on%20Security%20in%20Aba%20Prefecture.pdf

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