(openPR) Der Aufruhr in Libyen scheint sich dem Ende zu nähern, was danach kommt, weiß niemand. Nach anfänglichen Verlusten legten die Rohölnotierungen leicht zu. Aufgrund der Börsen-Euphorie stieg auch der Euro. Deswegen blieb der Heizölpreis hierzulande trotz Verteuerung beim Grundstoff weitestgehend stabil.
LEIPZIG. (Ceto) Nach dem morgendlichen Rutsch kletterten die Rohölpreise heute wieder kontinuierlich nach oben. Nordseeöl (Brent) legte um 1 US-Dollar je Barrel zu, bei US-Leichtöl (WTI) waren es sogar 2,50 Dollar. Dadurch verringerte sich der Aufschlag für die europäische Referenzsorte weiter, und zwar auf nunmehr 13 Dollar. Begründet wurde dessen Ausweitung immer mit einem Mangel an qualitativ hochwertigem, libyschem Öl durch die dortigen Unruhen. Die scheinen in den letzten Atemzügen zu liegen. Was danach kommt, weiß niemand.
Analysten rechnen mit einer Normalisierung der Förderung des Ex-Gaddafi-Reiches und so mit tendenziell weiter fallenden Preisen. Anleger sehen das offenbar anders. Denn der erneute Anstieg der Preise ist durch die fundamentalen Daten nicht zu erklären – Öl ist nach wie vor genügend vorhanden; genau so überrascht die wiedereinsetzende Euphorie bei den Finanztiteln, die heute auch die Rohölpreise pushten.
Die hiesigen Heizölpreise hingegen sanken. Ein im Tagesverlauf und aufgrund der positiven Börsenvorgaben aus Europa stärkerer Euro machte dies möglich. Zum Wochenbeginn belaufen sich die Bezugskosten für die 100-Liter-Partie einer Gesamtlieferung von 3.000 Litern bundesdurchschnittlich auf 80,76 Euro, das sind 18 Cent weniger als am Freitag. Verglichen mit den Vormonaten ist der August ein relativ günstiger Monat mit einem Durchschnittspreis von 82,01 Euro.
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Frank Urbansky
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