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Leichte Abschläge beim Heizöl dank starkem Euro

(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Wenn Merkel und Sarkozy sich einig sind, dann hat der Rest Europas wenig zu melden. Dann wird für Griechenland das zweite Schuldenpaket geschnürt, der Euro kann wieder lächeln, sprich nach oben schauen und klettern. Nur diesem Umstand ist es zu verdanken, dass Heizölverbraucher trotz steigender Rohölpreise Abschläge erwarten durften.
Wenn die Finanzmärkte das Sagen haben, muss man die Logik der Rohstoffmärkte nicht verstehen. Heute stiegen die Ölpreise nach oben (auch wenn einiges dafür spricht, dass sie demnächst deutlich fallen werden, aber dazu später). Heizöl hingegen konnte mit Abschlägen aufwarten, denn der Euro, dank Griechen-Care-Paket vorerst erlöst, kletterte munter nach oben. Und das erzeugte genügend Druck auf den Heizölpreis.
Doch was ist mit den Rohölnotierungen los? Chinas Wirtschaft, immerhin zweitgrößter Ölimporteur der Welt, schwächelt wie seit dem Krisen-März 2009 nicht mehr. Die Reserven der IEA finden kaum Absatz, jedenfalls in Europa (mehr dazu siehe hier: http://www.brennstoffspiegel.de/hintergrund.html?newsid=10402&title=Update+21.+Juli%3A+Keine+weitere+Verkaufsrunde&start=0 .)
Und Japan, aufgrund von Aufbauleistung des überdurchschnittlichen Ölverbrauchs verdächtigt, braucht weniger davon als im einst unzerstörten Zustand. Öl also in Hülle und Fülle, wohin man schaut. Deswegen rechnen mehrere Analysten damit, dass der Preis in Bälde fallen könnte. Doch was sind diese fundamentalen Daten gegen die verquere Logik der Anleger (s. oben).
Deutschland blieb heute zumindest von weiteren Preissteigerungen verschont. Der starke Euro, der nun dauerhaft für mehr als 1,43 US-Dollar gehandelt wird, sorgte entgegen des internationalen Börsentrends hierzulande für kleine Abschläge. Die 100-Liter-Partie Heizöl EL (bei einer Gesamtliefermenge von 3.000 Liter) kostete im Bundesdurchschnitt 85,46 Euro und damit 22 Cent weniger als gestern. Den Handel konnten diese Mini-Abschläge, wie schon die vergangenen 14 Tage, nicht ankurbeln. Nach einem Drittel des Monats liegt der Preis für Heizöl im Juli bei 83,87 Euro. Der komplette Beitrag inklusive der monatlichen Entwicklung der Heizölpreise seit Jahresbeginn kann hier gelesen werden: http://www.brennstoffspiegel.de/energiemarkt.html?newsid=10521

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