(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Zu erhoffen waren heute größere Abschläge beim Heizöl. Die Verluste von letzter Woche bei den Rohölnotierungen sollten dies möglich machen. Nicht so jedoch der Euro. Er schwächelt weiterhin. Deswegen sank auch nur der Heizölpreis minimal. Vom Handel wurde steigendes Interesse gemeldet.
Leichte Diät nach der Rosskur: Heute erholten sich die Rohölpreise minimal, gewannen etwas hinzu – eine Tendenz, die sich schon vor dem Wochenende abzeichnete. Dennoch sind sie weit entfernt, das rekordverdächtige Preisniveau der vorvergangenen Woche zu erreichen.
Anleger und Analysten staunen noch immer. Was führte zum absolut höchsten Preiseinbruch, der jemals seit 1983, seit man mit Futures handelt, also Wetten, wie viel das Öl in den nächsten Monaten kostet, zu verzeichnen war? Am ehesten taugt noch ein Konglomerat aus vielen Faktoren. Zum einen ist es die Angst vor einer Abkühlung der Konjunktur. Darauf deuten nicht nur bescheidene US-Wirtschaftsdaten hin, sondern auch der fernöstliche Markt. Japan wirkt dort wie ein roter Faden. Reißt der, fällt alles andere auseinander. Dazu kommen die Zinserhöhungen, von China bereits vollzogen und wohl auch weiterhin ein probates Mittel um die überbordernde Konjunktur zu zügeln.
Zum anderen ist es die ungelöste Finanzkrise in
Europa: Griechen raus oder nicht? Und wer käme noch in Frage, nicht mehr vom silbernen Euro-Tablettchen speisen zu dürfen? Das wiederum drückte den Euro, der wieder um 1 US-Cent gegenüber dem Dollar nachgab. Dadurch fielen die Abschläge, auf die deutsche Verbraucher aufgrund der letztwöchentlichen Verluste hoffen konnten, sehr gering aus. 9 Cent weniger als am Freitag kostete die 100-Liter-Partie bei einer Gesamtlieferung von 3.000 Litern Heizöl EL. Die Bezugskosten stehen zum Wochenbeginn somit bei 80,76 Euro. Langsam bewegt sich HEL auf einem Preisniveau, dass es wieder für Verbraucher interessant zu machen scheint. Jedenfalls war vom Handel gesteigertes Interesse zu vernehmen.
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Frank Urbansky
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