(openPR) Berliner und Brandenburger protestieren in einem Offenen Brief an die zuständigen Bundes- und Landesminister gegen die Direktüberfliegung des westlichen Naturparks Nuthe-Nieplitz und des Großen Seddiner Sees.
Das Naturschutzgebiet und der Badesee sollen laut neuester Routenplanung für den Großflughafen BBI in Schönefeld ab 2012 täglich von Hunderten Flugzeugen in geringer Höhe direkt überflogen werden. Die Auswirkungen von Verlärmung und Kerosinabgasen auf diese noch intakte Naturlandschaft wären folgenschwer.
Aufgrund seiner Nähe zu Berlin und Potsdam ist der Naturpark Nuthe-Nieplitz südwestlich der Hauptstadt einer der meist bereisten in Brandenburg. Der in seinem westlichen Teil gelegene Große Seddiner See ist von einer weitläufigen intakten Natur mit sanften Hügeln und wechselnden Feld-, Wald- und Wiesenflächen umgeben. Sie bildet einen vielfältig strukturierten Lebensraum für 300 Pflanzen- und Tierarten, darunter 70 bedrohte Arten. Kleinräumige Biotope sorgen für diese besonders große Artenvielfalt.
Für unzählige Berliner und Brandenburger Familien ist der Große Seddiner See als einziger Badesee der Region ein einzigartiges Naherholungsgebiet.
Neben den vielfältigen Wassersportmöglichkeiten zieht sich durch die angrenzende Naturlandschaft ein ausgedehntes Netz von Wander-, Rad- und Reitwegen.
Mehr als 6000 Bewohner der Gemeinde Seddiner See ( Neuseddin, Seddin und Kähnsdorf) und der mit seinem historischen Dorfkern malerisch am See gelegenen Ortschaft Wildenbruch wären von der Umweltzerstörung direkt betroffen.
Einer jedoch erheblich größeren Anzahl von Berlinern und Brandenburgern würde ebenso unwiederbringlicher Schaden entstehen.
In der Bevölkerung sind chronische Krankheiten, Depression und Burn-Out auf dem Vormarsch. Die Naherholungsgebiete zu schützen, bedeutet, neben effektivem Klima- und Naturschutzschutz, den Bürgern diesen natürlichen Raum zur Entspannung und aktiven Freizeitgestaltung als effektivste Präventivmaßnahmen zu erhalten. Die Fluglärmkommission hat immer wieder betont, dass Erholungsgebiete bei der Planung der An- und Abflugrouten verschont bleiben sollen. Um dies zu gewährleisten, fordern die Bürger eine Verlegung der Flugrouten außerhalb der Seddiner Seenlandschaft und des westlichen Naturparks. Eine groß angelegte Unterschriftensammlung ist bundesweit, vorwiegend im Raum Berlin, Potsdam und der betroffenen Region im Gange. Die Naturschutz-Organisationen NABU, Greenpeace und BUND wurden informiert











