(openPR) Blutig klingt der Titel der neuen Führung des Berliners Cliewe Juritza, die in Prenzlauer Berg beginnt und in Friedrichshain endet. Sie zeigt die bewegte Geschichte eines Stadtteils, der mit dem Aufstieg Berlins zur Millionenstadt begann, der auf nachhaltige Entwicklung im Zusammenhang mit der Olympiabewerbung Berlins im Jahr 2000 hoffte und dem erst jetzt durch neu entstandene Wohnungen und Gewerbeeinheiten frisches Leben eingehaucht wurde.
Es war Rudolf Virchow, Pathologe und Hygienearzt, der den Antrag stellte, einen zentralen Schlachthof in Berlin einzurichten, der architektonische Entwurf stammte von Hermann Blankenstein. Entstanden war ein moderner Schlachthof mit Viehhof, eigentlichem Schlachtgelände, Quarantänestation und Entwicklungspotential und direktem Gleisanschluss. Noch bis in die 1970er Jahre hieß der heutige S-Bahnhof Storkower Straße: S-Zentralviehhof. Bei einem Spaziergang über das Gelände erklärt Stadtführer Cliewe Juritza die Veränderungen, die dieses Viertel erfahren hat. Direkt hinter dem Schlachthofgelände liegt die Samariterkirche. 1979 fanden in der Kirche die ersten Bluesmessen statt und hier wurde 1989 gegen die Fälschungen der DDR-Kommunalwahlen protestiert. Heute gibt es noch immer Protest. Die Räumung des Gebäudes Liebigstraße 14 sorgte in den letzten Wochen für Schlagzeilen. Von der Liebigstraße geht die Führung weiter zum Bersarinplatz. Nikolai Bersarin war der erste sowjetische Stadtkommandant von Berlin. Er kam bei einem Motorradunfall ums Leben. Ganz in der Nähe des Bersarinplatzes befand sich der Mörderkeller, in dem Nationalsozialisten Kommunisten verprügelten und ermordeten. Eine Gedenktafel erinnert an die Geschehnisse 1933. Die Führung endet an der ehemaligen Stalinallee, am Frankfurter Tor.
Die Führung „Prenzlauer Berg: Vom Schlachthof zum Mörderhaus“ findet statt am 27. Februar 2011 um 11:00 Uhr. Anmeldung und weitere Informationen unter 0179 – 47 29 007 oder Anmeldung(ad)cliewe.de.










