(openPR) Heute haben die UN die Nahrungsmittelkrise in Ostafrika für Teile Somalias offiziell zur Hungersnot erklärt. Elf Millionen Menschen hungern. Mit weltweit 2,5 Millionen Unterstützern will die Organisation ONE Druck auf die Bundesregierung ausüben und versendet dazu heute eine Petition mit der Bitte, die Soforthilfe für die Länder am Horn von Afrika massiv zu erhöhen und langfristige Versprechen für Landwirtschaft einzulösen.
Die Petition fordert die Regierung auf, umgehend und in vollem Umfang die Unterstützung zur Verfügung zu stellen, die laut UN benötigt wird, um den Menschen am Horn von Afrika zu helfen. Außerdem soll sie ihre langfristigen Landwirtschaftsversprechen einhalten. Der Direktor von ONE, Tobias Kahler, zeigte sich angesichts der bisher zugesagten Soforthilfe Deutschlands enttäuscht: „Dirk Niebel darf sich jetzt nicht allein auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung verlassen. Er muss die Soforthilfe Deutschlands umgehend massiv erhöhen.“
Bislang hat Deutschland nur sechs Millionen Euro an Soforthilfe versprochen. Zum Vergleich: Großbritannien hat bereits das Zehnfache bereitgestellt. „Mit unserer Petition zeigen wir den Wunsch der Bevölkerung, dass Deutschland den Menschen am Horn von Afrika helfen soll“, erklärt Kahler. Die Petition kann von jedermann unter www.one.org/hungersnot unterzeichnet werden.
Neue Studie: Geber haben langfristige Lösungen vernachlässigt
Vor zwei Jahren versprachen im italienischen L‘Aquila 27 Staaten und 15 Organisationen, darunter Deutschland, bis 2013 insgesamt 22 Milliarden US-Dollar in Landwirtschaft und Ernährungssicherung zu investieren. Damit wollte man agrarische Entwicklungsländer u.a. gegen Wetterphänomene wie die derzeitige Dürre im Krisengebiet robuster machen. Bislang haben die Geber allerdings nur ein Fünftel des Geldes aufgebracht, wie eine aktuelle Studie von ONE zeigt. Für den Rest haben sie nur noch ein Jahr Zeit. Doch die Geber halten auch ihre qualitativen Zusagen nur teilweise ein.
Deutschland wird seine L’Aquila-Zusagen bis Ende 2012 voraussichtlich einhalten. Dies gelingt Deutschland allerdings nur, weil es viele Ausgaben anrechnet, die nicht die Kernbereiche der L’Aquila-Initiative betreffen. Im Grundsatz hat die internationale Unterstützung gemeinsam mit Einsatz der Menschen in Afrika Fortschritte bewirkt. Heute haben 87 Prozent der Menschen genug zu essen, um gesund zu sein. 1970 waren es nur 76 Prozent.
Den kompletten Bericht sowie eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse finden Sie unter: http://www.one.org/landwirtschaftsbericht.










