(openPR) Die entwicklungspolitische Organisation ONE präsentiert heute in Deutschland ein neues Kampagnenvideo mit dem Titel „Das F-Wort: Nicht nur fluchen sondern handeln”. Als Teil einer größeren Kampagne fordert das Video sowohl kurz- als auch langfristige Maßnahmen gegen die Hungersnot am Horn von Afrika. Der Katastrophe sind in drei Monaten bereits 30.000 Kinder zum Opfer gefallen.
Der Spot versammelt ein breites Spektrum bekannter Persönlichkeiten aus den USA, Deutschland, Frankreich, Somalia und Irland. Darunter ONE-Mitgründer Bono, der somalischstämmige Sänger K’naan, die deutschen Schauspieler Jan Josef Liefers, Benno Fürmann und Anna Loos, Hollywoodstars wie George Clooney, Ewan McGregor, Jessica Alba und Colin Farrel, Sex and the City Star Kristin Davis, der Popstar Joe Jonas, die Sängerin Annie Lennox, die französische Schauspielerin Sophie Marceau und viele andere.
Eine 60-Sekunden-Fassung des Spots ist unter http://act.one.org/sign/Beende_die_Hungersnot/ einzusehen. Die Zuschauer werden ermuntert, sich eingehend über die Krise zu informieren und darüber, was sie tun können. Der U2-Sänger Bono versandte den Spot gestern an die 2,5 Millionen ONE-Unterstützer weltweit mit der Bitte, sich mit ihrer Stimme gegenüber der Politik für eine Lösung einzusetzen.
Durch die schlimmste Dürre seit 60 Jahren sind die Lebensgrundlagen von mehr als 12 Millionen Menschen am Horn von Afrika akut bedroht. Während die Dürre an sich nicht zu verhindern war ist die Hungersnot das Ergebnis verschiedener menschengemachter Faktoren wie hohe Nahrungsmittelpreise, mangelnde Sicherheit und Regierungsfähigkeit in Somalia und eine historisch niedrige Investitionsrate in langfristige, landwirtschaftliche Entwicklung.
„Mehr als 30.000 Kinder sind in nur drei Monaten gestorben. Mütter sind gezwungen, sich zu entscheiden, welches Kind sie ernähren und welches sie sterben lassen. Im Jahr 2011? Das ist obszön! Es ist kompliziert. Keiner behauptet, dass es leicht sei. Seit 20 Jahren gibt es keine funktionierende Regierung in Somalia. Aber Dürren müssen nicht in Hungersnöten enden. Das sieht man in Äthiopien und Kenia, wo es Präventionsmaßnahmen gibt. Man kann vieles tun. Und wenn wir wirklich glauben, dass das Leben eines Kindes in Ostafrika genau so viel wert ist, wie das Leben unserer eigenen Kinder, dann müssen wir handeln“, sagt Bono.
Die Schauspielerin Kristin Davis, die das Flüchtlingscamp Dadaab in Kenia im Juli besucht hat, erzählt: „Die Menschen, die ich traf, waren Kilometer um Kilometer und Woche um Woche gereist. Sie hatten Familienmitglieder verloren und dann gab es trotzdem für sie keinen Platz im Camp. In dem Moment war mir klar, dass eine große Lücke zwischen Planung und Helfen klafft und viele Dinge mit dieser Dürre zusammenkamen, so dass wir nun diese schreckliche Situation haben. Und dann ist es etwas, von dem Du kaum glaubst, dass es heutzutage passiert. Du denkst doch, das haben wir hinter uns. Dass wir besser organisiert sind. Dass wir als Welt fürsorglicher sind. Aber es kann noch immer passieren. Das ist schockierend.“
Der Clip ist Teil einer neuen, internationalen Kampagne von ONE, mit der die Organisation die G20 und afrikanische Regierungen zu folgendem auffordert:
- Sofort helfen: Die Weltgemeinschaft muss dringend die Finanzierungslücke von einer Milliarde US-Dollar für die Soforthilfe am Horn von Afrika schließen und sicherstellen, dass alle Betroffenen erreicht werden. Im Falle Somalias muss ein umfassender, internationaler Prozess angestoßen werden, der die Gründe für den Konflikt angeht. Dabei muss die somalische Zivilgesellschaft eine starke Stimme erhalten und in den Prozess einbezogen werden.
- Versprechen halten: Die reichen Staaten müssen ihr Versprechen aus dem Jahr 2009 von L’Aquila halten und 22 Milliarden US-Dollar in landwirtschaftliche Entwicklung investieren. Afrikanische Regierungen müssen ihr Versprechen von Maputo halten und 10 Prozent ihrer Haushalte in landwirtschaftliche Entwicklung investieren.
- Langfristig arbeiten: Mit langfristig angelegten Programmen muss die Politik landwirtschaftliche Produktivität und Nahrungsmittelsicherheit nachhaltig fördern, um den Teufelskreis von Hunger und Missernten zu beenden.
Die Kampagne wird von internationaler politischer Lobbyarbeit rund um den Erdball begleitet, von mehr als 50 afrikanischen Künstlern, Musikern und Geschäftsleuten angetrieben, über Social-Media-Kampagnen verbreitet und strebt an, über 500.000 Unterschriften zu sammeln, um dem Thema gegenüber politischen Entscheidern Gewicht zu verleihen.
In dem Spot sind vertreten:
- U2-Sänger und ONE-Mitbegründer Bono
- Schauspieler George Clooney
- Sex & the City-Star Kristen Davis
- Schauspieler Benno Fürmann
- Popstar Joe Jonas
- Schauspielerin Sophie Marceau
- Schauspielerin Jessica Alba
- Sängerin Annie Lennox
- Schauspieler Colin Farrell
- Schauspielerin und Sängerin Anna Loos
- Tatort-Star Jan Josef Liefers
- Top-Model Christy Turlington
- Schauspieler Ewan McGregor
- Top-Model Liya Kebede












