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Regierungsprogramm gegen Strohdächer macht tausende Batwa obdachlos

01.04.201112:08 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Regierungsprogramm gegen Strohdächer macht tausende Batwa obdachlos
Eine Familie steht inmitten ihres zerstörten Hauses. © COPORWA/ Survival
Eine Familie steht inmitten ihres zerstörten Hauses. © COPORWA/ Survival

(openPR) In Ruanda hat ein staatliches Programm tausende indigene Batwa ("Pygmäen") obdachlos gemacht. Ziel des Programms ist es, alle Strohdächer im Land abzuschaffen.

Hunderte Batwa-Familien mussten in den letzten Monaten mit ansehen, wie ihre Häuser zerstört wurden, und müssen nun die Regenzeit im Freien verbringen.

Die Behörden beabsichtigen, alle Strohdächer des Landes bis Mai diesen Jahres zu beseitigen. Familien, die über die entsprechenden Mittel verfügen, sollen dem Programm zufolge auf eigene Kosten ein neues Haus errichten.

Menschen ohne finanzielle Mittel - was beinahe alle Batwa einschließt - sollen mit Wellblechplatten ausgestattet werden, um die Dächer zu ersetzen. Ältere und Kranke sollen vom Staat neue Häuser zur Verfügung gestellt bekommen. Viele Hütten wurden allerdings bereits zerstört, ohne dass neue bereitgestellt wurden.

Zu den am stärksten betroffenen Gruppen gehören die Batwa, die ohnehin die marginalisierteste Gruppe des Landes darstellen. Die Batwa sind in Ruanda täglich fest verwurzeltem Rassismus und Diskriminierung ausgesetzt.

In der Südprovinz Ruandas wurden Berichten zufolge in den letzten drei Monaten 30.000 strohgedeckte Hütten zerstört. Tausende Familien wurden obdachlos.

Der Gouverneur der Südprovinz rechtfertigte die Zerstörungen damit, dass „die Menschen anscheinend zufrieden in ihren Häusern lebten und keinerlei Anstrengungen zeigten, diese zu verlassen.“ Survival International hat bei den Behörden Ruandas Protest eingelegt.

Stephen Corry, Direktor von Survival, sagte heute: „Die Häuser der Batwa gegen ihren Willen zu zerstören und die Batwa dem Regen zu überlassen, klingt wie ein schlechter Scherz oder die Tat eines Feindes. Dass die Regierung glaubt, damit für das Wohl ihres Volkes zu sorgen, zeugt von bedauerlicher Arroganz. Man verbessert nicht die Wohnsituation, indem man existierende Häuser zerstört und die Menschen mit Nichts zurücklässt.“



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