(openPR) P R E S S E M I T T E I L U N G
52. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes
„Eine Flagge für Tibet“
10. März - Trauertag in Tibet
o Demonstration und Kundgebung
am 10. März 2011 in Hamburg-Altona
Alma-Wartenberg-Platz - 15.00 Uhr
Kundgebung auf dem Spritzenplatz
o Am 10. März wird auf Rathäusern und
Ämtern in Deutschland und Mitteleuropa
die Flagge Tibets gehißt
Der Demonstrationszug beginnt am Alma-Wartenberg-Platz und führt über den Spritzenplatz zum Altonaer Bahnhof
Begleitet wird die Demonstration durch die Musikgruppe SALAMANDA DUO (Ulrike Herzog und Anne Wiemann) und von einer Gruppe „tibetischer Gefangener unter Aufsicht eines chinesischen Polizisten“. Eine große Anzahl tibetischer Flaggen führen die Teilnehmer der Demonstration mit sich. Transparente machen auf die Unfreiheit Tibets aufmerksam.
Kundgebung auf dem Spritzenplatz
Ein Käfig mit einem einsitzenden tibetischen Gefangenen verschaulicht die Situation der Menschenrechte in Tibet
Ansprachen:
Phurbu Königsmark (Verein der Tibeter in Deutschland e.V., Regionalgruppe Hamburg)
Ulrich Delius (Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen)
Christof Spitz (Tibetisches Zentrum e.V. Hamburg.)
Helmut Steckel (Tibet Initiative Deutschland e.V., Regionalgruppe Hamburg)
Friedensgebet:
Christof Spitz (Tibetisches Zentrum e.V. Hamburg) und Tibeter
Musik:
SALAMANDA DUO (Ulrike Herzog und Anne Wiemann)
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(Hamburg, 6. März 2011) Zum zweiundfünfzigsten Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes gedenken das Tibetische Zentrum e.V. Hamburg und die Hamburger Regionalgruppen der Tibet Initiative Deutschland e.V., der Gesellschaft für bedrohte Völker und des Vereins der Tibeter in Deutschland der Toten, Vermißten, Verschleppten und gefolterten Tibeter, Frauen, Männer und Kinder im von China besetzten und annektierten Tibet. In aller Welt, in Deutschland und Europa erinnert die Hissung der tibetische Flagge an den von der chinesischen Armee in Lhasa 1959 blutig niedergeschlagenen Volksaufstand, an 86 000 ums Leben gekommene Tibeter, an Plünderungen und Zerstörungen von Klöstern und Tempeln.
Mit der tibetischen Flagge solidarisieren sich die deutschen und europäischen Kommunen mit dem unterdrückten tibetischen Volk, weisen auf seine legitimen Rechte zur Selbstbestimmung hin, auf seine Würde, auf die ungelöste Tibetfrage und die massiven Menschenrechtsverletzungen.
Prof. Samdhong Rinpoche (Premierminister der Tibetischen Regierung im Exil) hofft, daß sich die „internationale Gemeinschaft weiterhin für Freiheit und Menschenrechte einsetzt und damit auch die chinesische Bevölkerung dazu ermutigt.“
Der zu 11 Jahren Gefängnis verurteilte Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo schreibt, daß der Diktator Mao Tse Tung das „Böse im Menschen anzapfte“, um mit „passenden Herrschaftsmechanismen“ das „totalitäre System am Laufen zu halten.“ China scheint sich auch heute mit der Kommunistischen Partei noch nicht davon lösen zu können. Wir sind aber sicher, daß chinesische Intellektuelle und alle der Wahrheit verpflichteten Chinesen die unhaltbare Situation in Tibet erkennen und eines Tages sich der globalen Verantwortung verpflichtet fühlen. Die universelle Gültigkeit der in der Charta der Menschenrechte verankerten Grundwerte gilt auch für Tibet, für die Uiguren, für Christen, Falun-Gong-Praktizierende, Wanderarbeiter, Bürgerrechtler und Bittsteller. Die von Liu Xiaobo mitverfaßte Charta 08 ist ein Hoffnungsschimmer.
Der Dalai Lama ermutigt die tibetische Schriftstellerin Tsering Woeser, in ihrem Bemühen um Verständigung zwischen den Han-Chinesen und den Tibetern nicht aufzugeben: „Menschen auf der ganzen Welt erkennen, daß Tibet auf der Seite der Wahrheit ist.“
Der 10. März ist ein symbolträchtiges Datum. Es ist ein Bekenntnis zu globaler Verantwortung. Helmut Steckel, der Sprecher der Tibet Initiative Deutschland in Hamburg, erinnert Politiker und Vertreter der Kaufmannschaft der Freien und Hansestadt Hamburg an den anglikanischen Erzbischof und Friedens-nobelpreisträger Desmond Tutu, der mit eindeutigen Worten darauf verwies, daß „derjenige, der angesichts von Unrecht neutral bleibt, sich auf die Seite des Unterdrückers stellt.“ Hamburg war mit der Verabschiedung der Resolution zu den chinesischen Arbeitslagern (laogai) in der Bürgerschaft, mit dem Empfang des Dalai Lama durch den ehemaligen Ersten Bürgermeister Ole von Beust im Rathaus und den kritischen Veranstaltungen im Rahmen der „CHINA TIME“ 2008 und 2010 auf einem guten Weg.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker und die Tibet Initiative Deutschland e.V., Hamburg stellten zwei Ausgaben des Reports „Menschenrechtsverletzungen in Hamburgs Partnerstadt Shanghai“ vor. In einem Brief an den Ersten Bürgermeister und Präsidenten des Senats forderte die Gesellschaft (GfbV) am 28. Februar 2011 auf, sich für die erneut widerrechtlich verhaftete Menschenrechtlerin Mao Hengfeng in Shanghai einzusetzen. Ulrich Delius, der Asienreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker, schildert in dem Brief u. a. die gesundheitlichen Probleme der von den chinesischen Behörden gefolterten Gegnerin der Ein-Kind-Politik.
Helmut Steckel sagt: „Hamburg kann nur glaubwürdig bleiben, wenn Senat, Bürgerschaft und Wirtschaft Menschenrechtsverletzungen auch benennen und die chinesischen Partner an universelle Werte und abgeschlossene und ratifizierte Konventionen erinnern“. Weiterhin sagt Helmut Steckel : „Eine Teilnahme an der weltweiten Hissung der tibetischen Flagge am 10. März auf dem Rathaus und anderen öffentlichen Gebäuden (Bezirksämter) der Freien und Hansestadt Hamburg ist eine Geste der Solidarität für die Selbstbestimmung eines unterdrückten Volkes. Eine Flaggenordnung ist bei gutem Willen veränderbar.“









