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Organspende - Widerspruchsausweise in verschiedenen Sprachen

19.06.200522:47 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Urlaubszeit ist auch Unfallzeit und damit auch der Augenblick für »Organspende«.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und auch die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) veröffentlichen nur unzureichende Informationen über europaweite bzw. weltweite Gesetzgebungen zur Organentnahme. Insbesondere über Länder, in denen die sogenannte Widerspruchslösung gilt, wird zu wenig bzw. überhaupt nicht informiert.

Länder, in denen die »Widerspruchslösung« gilt, können »hirntoten« Menschen Organe, Organteile oder Gewebe entnehmen, wenn kein zu Lebzeiten abgegebener Widerspruch vorliegt. Angehörige müssen nicht mehr gefragt werden.

In folgenden Ländern gibt es die sogenannte Widerspruchslösung bzw. erweiterte Widerspruchslösung:

Belgien, Finnland, Italien , Luxemburg, Österreich, Polen, Portugal, Russland, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn.

Wer seine Organe, Organteile oder Gewebe nicht »schenken« möchte, also eine Organentnahme ablehnt, muss einen Widerspruch schriftlich dokumentieren (z.B. bei seinen Ausweispapieren). Aus dem Widerspruch muss hervorgehen, dass man mit der Organentnahme nicht einverstanden ist.

Das gilt auch für Ausländer, die sich im jeweiligen Land aufhalten (z.B. im Urlaub!).

Wenn beispielsweise ein Land ein sogenanntes »Widerspruchregister gegen Organspende« führt (wie in Österreich), sollte man sich in dies Register eintragen lassen.

Die »Informationsstelle Transplantation und Organspende« gibt Informationen über verschiedene Widerspruchsregister heraus und informiert über Möglichkeiten, sich in verschiedene Widerspruchsregister eintragen zu lassen.

Neben einem Überblick über die gesetzlichen Regelungen zur Organtransplantation der europäischen und einzelner andere Staaten (u.a. Australien, Japan, USA) stehen auch Widerspruchsausweise in verschiedenen Sprachen (deutsch, englich, französich, spanisch und italienisch) auf der Homepage der »Informationsstelle Transplantation und Organspende« im PDF-Format zum Download bereit.

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