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Gleichstellungsbericht verheimlicht Entwicklungsprobleme von Jungen

08.02.201108:36 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Der jüngst veröffentlichte Gleichstellungsbericht der Bundesregierung enthält gravierende Mängel. Wesentliche Problembereiche von Jungen oder männlichen Jugendlichen werden darin marginalisiert. So wird die höhere Arbeitslosigkeit männlicher Jungendlicher nur beiläufig gewürdigt. Immerhin beträgt die Differenz zwischen männlicher und weiblicher Jugendarbeitslosigkeit bundesweit 60%, in Bayern sogar über 80%. Die eklatanten motorischen oder sprachlichen Probleme von Jungen schon im frühkindlichen und frühschulischen Bereich werden erst gar nicht näher genannt. Diese Fakten sind aber schon lange bekannt. Auch der neueste Heilmittelbericht des Wissenschaftlichen Instituts der AOK legt dar, dass fast jeder vierte Junge beim Übergang vom Kindergarten zur Grundschule die logopädische Hilfe braucht. Das heißt, im Gleichstellungsbericht werden 25% aller Jungen in Deutschland kurzerhand ignoriert. Obwohl die letzte PISA-Studie deutlich aufgezeigt hat, dass sich die eklatanten Lesekompetenzrückstände von Jungen in den letzten neun Jahren nicht reduziert haben, also akuter bildungspolitischer Handlungsbedarf besteht, fehlt zudem in den Empfehlungen der Kommission eine Jungenleseförderung.

Der Verein MANNdat ist derzeit dabei, den Gleichstellungsbericht detailliert zu analysieren. Aber schon ein erster Einblick förderte erhebliche Mängel zutage. „Es ist auszuschließen, dass den Fachleuten der Fraunhofer Gesellschaft diese signifikanten Fakten verborgen geblieben sind“, so Dr. Bruno Köhler vom Verein MANNdat. „Obwohl wir die Doppelmoral der Geschlechterpolitik gewöhnt sind, überrascht uns doch, wie einseitig gynozentrisch der Gleichstellungsbericht ist“.

Der Verein MANNdat hat im November 2010 einen statistischen Bericht zur Situation von Jungen und Männer veröffentlicht. Eine faktenbasierte Darstellung der Situation von Jungen und Männer finden Sie unter http://manndat.de/geschlechterpolitik/jungen-und-maenner-genderindex.html

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