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"Fehlanreize müssen abgebaut werden"

26.01.201116:35 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) BPW Germany begrüßt Sachverständigengutachten zum Ersten Gleichstellungsbericht – schnelle Umsetzung gefordert

Berlin. „Neue Wege – gleiche Chancen“ heißt das Gutachten, das gestern von der Sachverständigenkommission an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend übergeben wurde. Zentrales Ergebnis des Gutachtens: Um echte Gleichstellung zu erreichen, müssen Fehlanreize abgebaut und zeitgemäße Lebensentwürfe von Frauen und Männern von Politik und Wirtschaft unterstützt werden. Henrike von Platen, Präsidentin der Business and Professional Women (BPW) Germany, einem der größten und ältesten Berufsfrauennetzwerke in Deutschland, erklärt dazu:



„Das Fazit des vorgestellten Gutachtens ist eindeutig: Für eine erfolgreiche Gleichstellungspolitik reichen die Ankündigungen des Koalitionsvertrags nicht aus. Frauen sind zwar heute besser ausgebildet als je zuvor, die Politik vermittelt ihnen jedoch nach wie vor starke Anreize dafür, dieses Potenzial im Erwerbsleben nicht ausreichend zu nutzen. Nicht erst seit diesem Gutachten ist klar: Das Ehegattensplitting sowie die beitragsfreie Mitversicherung des nicht erwerbstätigen Ehepartners in der Krankenkasse begünstigen das ausgediente Modell der Alleinverdiener-Ehe. Gerade für verheiratete Frauen gibt es starke Anreize, in Teilzeit oder gar nicht zu arbeiten – mit den altbekannten Folgen wie finanzielle Abhängigkeit, prekäre Lebensverhältnisse nach einer Trennung und Altersarmut. Dies belastet nicht zuletzt die Sozialsysteme.

Ganz in unserem Sinne ist deshalb auch die Empfehlung, Minijobs abzuschaffen. Mit einem Minijob ist es weder möglich, die eigene Existenz zu sichern, noch eine ausreichende Altersvorsorge aufzubauen. Auch die Forderung nach einer bedarfsgerechten Ganztagsbetreuung als Grundvoraussetzung für die Möglichkeit, Familie und Beruf zu vereinbaren, weist in die richtige Richtung.

Wir begrüßen ausdrücklich die Empfehlung der Kommission zur Einführung einer Frauenquote für Aufsichtsräte und andere Führungspositionen, denn ohne eine gesetzliche Regelung wird sich nichts verändern. Die Zahlen sprechen für sich: Der Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland ist mit 23 Prozent so hoch wie in kaum einem anderen europäischen Land. Das muss sich ändern! Der BPW Germany fordert deshalb die schnelle Umsetzung der Empfehlungen der Expertenkommission. Denn - um mit den Worten der Experten zu sprechen - die Kosten der gegenwärtigen Nicht-Gleichstellung übersteigen die einer zukunftsweisenden Gleichstellungspolitik bei weitem.“

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