openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Verdienstunterschiede überwinden

01.01.200410:00 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Besser ausgbeildet - schlechter bezahlt: Lohngleichheit für Frauen auf dem Arbeitsmarkt ermöglichen

Zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den durchschnittlichen Bruttomonatsverdiensten erklärt die Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Annette Widmann-Mauz MdB:



Im vergangenen Jahr haben Frauen weiterhin deutlich weniger verdient als Männer. Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, verdienten weibliche Angestellte im produzierenden Gewerbe, im Handel, dem Kredit- und Versicherungsgewerbe 2003 durchschnittlich 2602 Euro im Monat - und damit rund 30 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Vollzeitbeschäftigte Arbeiterinnen erhielten im produzierenden Gewerbe einen durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst von 1885 Euro - 26 Prozent weniger als die Arbeiter.

Als Grund für diese durchaus gravierenden Unterschiede wird von den Statistikern auf die unterschiedlichen Tätigkeiten und die unterschiedliche Einstufung in Leistungsgruppen verwiesen. Frauen in Führungspositionen sind leider nach wie vor eine Seltenheit.

Zum selben Fazit kam jüngst auch die EU-Kommission in ihrem aktuellen Gleichstellungsbericht: Frauen sind zwar besser ausgebildet als Männer, aber nach wie vor schlechter bezahlt und öfter arbeitslos. Die größte Einkommenskluft zwischen Frauen und Männern war in Deutschland und Großbritannien mit jeweils rund 20 Prozent zu verzeichnen. Diese Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt gefährden die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Gemeinschaft. Die rot-grüne Bundesregierung hat die wirtschaftliche Misere in Deutschland zu verantworten: Sie bekommt nicht grundlos von Seiten der anderen EU-Staaten eine rote Laterne nach der anderen umgehängt.

Die Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt hat unter der rot-grünen Bundesregierung keine Fortschritte gemacht. Die katastrophale Lage auf dem Arbeitsmarkt sowie die verfehlte Wirtschaftspolitik gefährden die Realisierung gleichstellungspolitischer Ziele mehr als alles andere. Nicht zuletzt: Niedrigere Löhne bedeuten niedrigere Renten für Frauen!

Frauendominierte Berufe sind viel zu häufig in ihrer Relevanz unterbewertet. Dies geht automatisch mit einer niedrigeren Lohnstruktur einher. Dies gilt für Erziehungs-, Gesundheits- und Sozialberufe als auch für den Einzelhandel. Eine Erhöhung des Männeranteils in diesen Bereichen ist vor diesem Hintergrund durchaus wünschenswert. Gerade im erzieherischen Bereich sollten Jungen und Mädchen stärker mit Männern konfrontiert werden, welche Haus- und Fürsorgearbeiten übernehmen, um auf diese Weise langfristig die bestehende Zuschreibung dieser Tätigkeiten zu Frauen aufzulösen. Der klassische Männerberuf darf nicht weiter der Maßstab sein, der den geringen Stellenwert - gekoppelt mit deutlich geringeren Löhnen - von so genannten Frauenberufen erhält.

Frauen sind ein echter Wirtschaftsfaktor. Heute und in Zukunft werden die Unternehmen in Deutschland - insbesondere angesichts der demographischen Entwicklung - nicht mehr auf die überdurchschnittlich gut ausgebildeten Frauen in Deutschland verzichten können. Die Unternehmen sind gefordert, Chancen- und Lohngleichheit zu befördern, um bei der internationalen Wettbewerbsfähigkeit nicht hinterher zu hinken.

Die Bundesregierung ist und bleibt gefordert, durch eine stringente Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik Chancen- und Lohngleichheit für Frauen auf dem Arbeitsmarkt möglich zu machen. Eine wesentliche Voraussetzung zur Verbesserung der Situation von Frauen am Arbeitsmarkt ist es, tragfähige Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu schaffen. Auch hier ist Rot-Grün noch keinen wesentlichen Schritt vorangekommen.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 26123
 147

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Verdienstunterschiede überwinden“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von CDU/CSU-Fraktion

Bayerisches Volksbegehren für Mietenstopp unzulässig // Rückenwind für Klage gegen Berliner Mietendeckel
Bayerisches Volksbegehren für Mietenstopp unzulässig // Rückenwind für Klage gegen Berliner Mietendeckel
(Berlin, 16. Juli 2020) Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat das Volksbegehren „Sechs Jahre Mietenstopp“ für unzulässig erklärt. In seiner Begründung verwies das Gericht darauf, dass dem Bundesland Bayern für eine entsprechende Regelung die Gesetzgebungskompetenz fehle. Hierzu erklärt Dr. Jan-Marco Luczak, der die abstrakte Normenkontrolle gegen den Berliner Mietendeckel für die Bundestagsabgeordneten der CDU/CSU koordiniert: „Die Entscheidung aus Bayern gibt Rückenwind für unser Verfahren gegen den Berliner Mietendeckel in Karlsruhe. …
Trittins Sturheit beim Dosenpfand schadet allen
Trittins Sturheit beim Dosenpfand schadet allen
Viele Fragen zur Umsetzung des Dosenpfandes noch offen 19. Dezember 2002 Zur Diskussion um die Einführung des Dosenpfandes zum 1.1.2003 erklären der umweltpolitische Sprecher, Dr. Peter Paziorek MdB, der stellvertretende Vorsitzende, Dr. Klaus Lippold MdB, und der Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum Dosenpfand, Werner Wittlich MdB: Trittins Unbelehrbarkeit in Sachen Dosenpfand schadet allen. Die augenblickliche Dialogunfähigkeit des Ministers verhindert eine praktikable Handhabung des gegenwärtigen Schwebezustandes beim Vol…

Das könnte Sie auch interessieren:

Verdienen Frauen, was sie verdienen?
Verdienen Frauen, was sie verdienen?
… begründet, dass Frauen häufiger in Berufen arbeiten, die generell geringer bezahlt werden. Rollenstereotype und falsche Verhandlungstaktiken sind weitere Gründe für die Verdienstunterschiede. Die Webinar-Reihe „Frauen und Gehalt“, organisiert von den Veranstaltern der women&work, dem größten Messe-Kongress für Frauen, widmet sich anlässlich des diesjährigen …
Bild: Equal Pay Day am 20. März - Logo entwickeln Frankfurter Kreative von mainwerkBild: Equal Pay Day am 20. März - Logo entwickeln Frankfurter Kreative von mainwerk
Equal Pay Day am 20. März - Logo entwickeln Frankfurter Kreative von mainwerk
Am 20.März ist EQual Pay Day - ein Aktionstag, der auf die großen Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen aufmerksam macht. Das Logo zur Kampagne hat die Agentur mainwerk entwickelt und hierfür den internationalen Designpreis "Wolda Award" erhalten. Noch immer verdienen Frauen bei vergleichbarer Position und Qualifikation rund 22 Prozent weniger …
Sie lesen gerade: Verdienstunterschiede überwinden