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Boomland Deutschland?

07.01.201110:19 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
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Freiheitswerk
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(openPR) „Die Wirtschaft boomt – doch für viele Geringverdiener wird das Leben 2011 erheblich teurer“, schreibt Spiegel Online unter der Überschrift „Die-Alles-wird-teurer-Kanzlerin“ und stellt fest, dass es „zurzeit zwei deutsche Welten“ gibt. Na so was!



Mit Plattitüden daher zu kommen und die „Phrasendreschmaschine“ zu betätigen, ist nicht unser Ding. Deshalb haben unsere geschätzten Leserinnen und Leser in den vergangenen Wochen auch nichts Neues vom „Freiheitswerk“ zu hören, bzw. zu lesen, bekommen. Doch wenn der Spiegel als Konsequenz aus dem oben Gesagten den Schluss zieht, dass Kanzlerin Merkel „Gefahr droht“, dann ist es an der Zeit, zur Tastatur zu greifen und auch im neuen Jahr das alte Lied wieder anzustimmen: Es gibt für uns alle nur eine Rettung und die heißt – Lösung unserer Wäshrungsprobleme!
Leider sind unsere Politiker von dieser Lösung noch genauso weit entfernt wie die Journalisten des Spiegel. Letztere meinen doch tatsächlich, die „rosige Welt“ – eine Welt voller Freude, Mut und Zuversicht – sei „die Welt von Angela Merkel“. Eine Welt, die die Opposition unserer Kanzlerin jetzt kaputt machen will, was ihr wegen der „anderen Welt“ – der „Welt der einfachen Bürger“ – auch gelingen könnte. Denn in dieser „anderen Welt“ steigen die Krankenkassenbeiträge von 14,9 auf 15,5 Prozent, klettert die Arbeitslosenversicherung auf drei Prozent, wird das Elterngeld für Hartz-IV-Empfänger gestrichen und so weiter und so fort. Fazit: Statt „mehr Netto vom Brutto“ haben viele Bürger weniger Geld in der Tasche. Die daraus resultierende schlechte Stimmung möchte allen voran die SPD nutzen, um in diesem Jahr, in dem immerhin 7 Landtagswahlen anstehen, … tja … was eigentlich zu erreichen…? Macht, muss die Antwort wohl heißen, Posten und Pfründe! Denn um mehr kann es einer Partei kaum gehen, die heute keine anderen Konzepte hat als jene, mit denen sie in der Vergangenheit schon regelmäßig gescheitert ist.

http://freiheitswerk.de/lehr-reich/artikel/270-ein-neues-jahr--das-alte-lied.html

„Aufschwung und Wohlstand für alle“ – dieses Mantra soll der SPD das Jahr retten, schreibt der Spiegel. „Da lachen doch die Hühner“ wäre als Motto mindestens ebenso glaubwürdig – zumindest in den Augen jener Wahlbürger, die nicht bereit sind, der Unfähigkeit, Eitelkeit und Borniertheit einer politischen Kaste, die ihren Anspruch auf den Begriff „Elite“ längst verspielt hat, alle vier bis acht Jahre „Absolution“ zu erteilen. Im Kanzleramt regiere bisher das Prinzip Hoffnung, erklärt uns der Spiegel die „doppelte Welt“, doch „die Genossen“ wollen jetzt mehr. Parteichef Sigmar Gabriel fordere deshalb: „Wir brauchen ein gerechteres Steuersystem!“
Nicht, dass die SPD dafür etliche Jahre Zeit gehabt hätte – von 1998 bis zum Jahr 2005 beispielsweise –, viel wichtiger ist, dass dieses Thema nur vordergründig von echter Wichtigkeit ist. Das „Recht auf den vollen Arbeitsertrag“ beispielsweise wäre sozial hundertmal wirkungsvoller als die Forderung, den „Beziehern von Einkommen bis zu 1.500 Euro die Sozialversicherungsbeiträge vom Staat erstatten zu lassen“ – aber die Sozialdemokraten des 21. Jahrhunderts können mit großer Wahrscheinlichkeit noch nicht einmal erklären, was unter diesem „Recht auf den vollen Arbeitsertrag“ überhaupt zu verstehen ist! Die Sozialdemokraten des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts würden in ihren Gräbern wie Propeller rotieren, wenn sie wüssten, wie ignorant und opportunistisch die Vertreter ihrer Partei mittlerweile geworden sind.

http://freiheitswerk.de/lehr-reich/artikel/270-ein-neues-jahr--das-alte-lied.html

Auch die Kanzlerin hat sich längst von einer großen Steuerreform verabschiedet, schreibt der Spiegel. Angeblich, weil „kein Geld da ist“. Aber stimmt dies überhaupt? Wenn wir bei Frau Klatten, Herrn Albrecht und den anderen aus dem illustren Kreis der bundesrepublikanischen Milliardäre nachfragten, würden wir feststellen, dass hier Geld in Größenordnungen vorhanden ist, die – zumindest in der Theorie – für jeden „Finanzminister“ interessant sein müssten. Denn wenn wir bedenken, dass die monatlichen Zinseinkünfte einer Frau Klatten ausreichen würden, um mehr als 500.000 Hartz-IV-Regelsätze zu bezahlen, dann könnte man dort eine „Waffe im weiteren Kampf gegen die Arbeitslosigkeit“ vermuten, ebenso wie ein Mittel zur „Konsolidierung der Staatsfinanzen“ – beides „wichtige Etappenziele“ unserer Kanzlerin, wie sie dem Volk in ihrer Neujahrsansprache kundgetan hat. Jedoch: Den Blick in diese Richtung zu wenden ist gefährlich – zumindest für jene, die weiterhin an „fettmachenden Diäten“ interessiert sind und nicht im medialen Orkus landen wollen, über dem ein Chor von FDP-Anhängern „Klassenkampf“ und „Neiddebatte“ skandiert.

http://freiheitswerk.de/lehr-reich/artikel/270-ein-neues-jahr--das-alte-lied.html

Da arrangieren sich „Realpolitiker“ dann doch lieber mit dem „Finanzierungsproblem“ und verkünden, so wie SPD-Hoffnungsträger Siegmar Gabriel unlängst: „Wir werden auch im Haushalt Einsparungen vornehmen müssen!“ Diese Haltung ist allerdings auch nicht ganz ungefährlich, denn die Zeiten, in denen deutsche Sozialdemokraten noch nach der Devise lebten „Ik lass‘ mir uf jeden Fall det Fell lieber von ‘ne SPD über die Ohr‘n zieh‘n als von ‘ne CDU“ sind mittlerweile vorbei. Dumm nur, dass es bislang keine wählbare politische Alternative gibt, die sich der ursächlichen Lösung des wirtschaftlichen Dilemmas verschrieben hat. Dass dem so ist, daran tragen auch Medien wie Spiegel und Spiegel Online Mitschuld, die immer und immer wieder über die Probleme berichten, ohne sich wirklich einmal intensiv mit der vorhandenen und vorliegenden Lösung auseinander zu setzen – und dann Stellung zu beziehen.
Die intellektuelle Arroganz, die dieser Haltung zu Grunde liegt, führt überhaupt erst dazu, dass Phrasen wie „zurzeit zwei deutsche Welten“ der Feder eines Autors entströmen können. Wobei ich mich nicht an den „zwei deutschen Welten“ störe, sondern ausschließlich am Wörtchen „zurzeit“! Wann wäre denn bitte die „andere Zeit“ gewesen? Gewiss nicht in den vergangenen 6.000 Jahren, in denen sich die Menschheit mit „hortbaren Tauschmitteln“ abplagte! Die „Schere zwischen arm und reich“ klafft seit jeher immer weiter auseinander, weshalb der Begriff „zurzeit“ ausschließlich in einer Formulierung wie „noch nie so schlimm wie zurzeit“ vorkommen dürfte – und nicht in einem verharmlosenden Sinne, der andeutet, dass „früher alles besser war“. Das war es nämlich nicht – oder wenn, dann eben nur graduell und nicht strukturell. Dabei ist eigentlich sogar das Bild der auseinanderklaffenden Schere schon falsch. Denn bei einer Schere ist mit dem Auseinanderklaffen irgendwann einmal Schluss. Der kapitalistische Umverteilungsmechanismus hat jedoch keinen Punkt, an dem die beiden Seiten der Schere zusammengenietet sind. Im Kapitalismus halten lediglich die Nieten im Bundestag die Schere so lange zusammen, wie sie bei maximaler poilitscher Anstrengung eben noch zusammengehalten werden kann. Doch damit ist es irgendwann vorbei - und zwischen Arm und Reich öffnet sich ein Graben, der sich zu einem alles verschlingenden Abgrund entwickelt.

http://freiheitswerk.de/lehr-reich/artikel/270-ein-neues-jahr--das-alte-lied.html

Die Tatsache, dass „die Reichen immer reicher und die Armen immer zahlreicher“ werden, IST EBEN KEIN NATURGESETZ – sondern eine von den Menschen bedauerlicherweise noch nicht überwundene Fehlsteuerung unseres Wirtschaftssystems, welche auf einen strukturellen Fehler in unserem Geldsystem zurückgeht.

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