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Deutscher Managerverband: Löhne sollen Sache der Tarifpartner bleiben

Bild: Deutscher Managerverband: Löhne sollen Sache der Tarifpartner bleiben
Der Deutsche Managerverband vertritt die Interessen von Führungskräften in Politik und Gesellschaft
Der Deutsche Managerverband vertritt die Interessen von Führungskräften in Politik und Gesellschaft

(openPR) Die Politik tut gut daran, zu schweigen Leverkusen / Berlin. Demonstrationen und Kundgebungen allenthalben. Die Gewerkschaften und linke Interessengruppen machen mobil und fordern höhere Löhne und eine stärkere Beteiligung am wirtschaftlichen Wiederaufschwung. Vom "heißen Herbst" ist in vielen Politikfeldern die Rede. Doch nicht alle Unternehmen und Branchen profitieren im gleichen Maße von der Erholung der Märkte und der Konjunktur. Viele haben noch mit den Folgen der Wirtschaftskrise zu kämpfen oder plagen sich mit strukturellen Problemen. In dieser Situation sind Appelle des Wirtschaftsministers und zahlreicher anderer Politiker fehl am Platze, die kräftige Lohnsteigerungen fordern.



"Mit Befremden und Skepsis haben wir die Äußerungen des Bundeswirtschaftsministers Rainer Brüderle und vieler anderer Funktions- und Mandatsträger zur Kenntnis genommen, die nun pauschal höhere Löhne fordern", erklärt Rainer Willmanns, Vorsitzender des Deutschen Managerverbandes. Das sei wenig hilfreich und lasse die unterschiedlichen Situationen und Verhältnisse außer Acht. Die Politik tue insgesamt besser daran, zu wirtschaftlichen Autonomiehoheiten zu schweigen und nicht populistischen Forderungen nachzugeben. Löhne und deren Zustandekommen seien Sache der Tarifparteien und der Entscheider in den Unternehmen. "Die Politik verteilt Geld, das ihr nicht gehört und weckt Hoffnungen zu Lasten Dritter", so Willmanns.

Aufgabe der Politik und vor allem des Wirtschaftsministers, so der Managervertreter, sei die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen und das Treffen von Entscheidungen, die es den Unternehmen leichter machen, Geld zu verdienen. Erst dann könne und dürfe man vom Verteilen sprechen - und zwar in den Betrieben, nicht in Parlamenten. "Die Arbeitgeber und Arbeitnehmer wissen am besten, was geht und was nicht. Sie kennen die wirtschaftliche Lage ihrer Unternehmen und können den notwenigen Spagat zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen, Gehaltsrelationen und Zukunftsperspektiven einschätzen", meint Rainer Willmanns. Nur diese Perspektive führe zu maßvollen und fairen Ergebnissen für alle - für die Unternehmen, die Unternehmer und die Beschäftigten. Politische Scharfmacherei und Einflussnahme sei nicht zielführend.

Der Managerverband habe Vertrauen in die Tarifparteien, die Unternehmer und die Beschäftigten. Aber man solle diese ihre Arbeit machen lassen und ihnen nicht weitere Hypotheken aufbürden. Ohnehin dienten Lohnsteigerungen vor allem dem Staat und seinen maroden Haushalten und Sozialsystemen. Bei deren Sanierung sei politische Energie besser investiert. "Es ist nicht nur eine Frage der Lohnentwicklung, sondern eine Frage dessen, was durch Steuern und Abgaben abgeschöpft wird", so Willmanns. Wenn weniger an den Staat flösse, wären nicht nur die Spielräume für alle größer, sondern die allgemeine Motivation und Zufriedenheit würde steigen. So aber seien Rufe der Politik nur Augenwischerei, nicht glaubwürdig und eine unangemessene Einmischung in die Tarifautonomie und die bevorstehenden Tarifverhandlungen.

Weitere Informationen über den Deutschen Managerverband und seine Forderungen erhalten Interessenten unter www.managerverband.de.

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