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IHK-Arbeitsmarktstudie: Wachstumsbremse Fachkräftemangel

(openPR) Der Fachkräftemangel droht den Aufschwung am Niederrhein auszubremsen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Arbeitsmarktanalyse der IHK Mittlerer Niederrhein in Kooperation mit der Hochschule Niederrhein. „Bereits in der letzten Aufschwungphase war der Zuwachs an Arbeitsplätzen in unserer Region deutlich hinter dem Landesdurchschnitt zurückgeblieben“, erklärt IHK-Präsident Heinz Schmidt. „Auch das Verhältnis von Arbeitslosen zu gemeldeten Stellen war am Mittleren Niederrhein deutlich ungünstiger als im Landesdurchschnitt.“ Kamen 2008 in der Region acht Arbeitslose auf eine gemeldete Stelle, waren dies in NRW immerhin nur 5,7.


Eine Ursache für die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt: Viele Arbeitslose bringen nicht die Qualifikationen mit, die von potenziellen Arbeitgebern gefordert werden. So hätten im Jahre 2008 etwa nur 1,6 Prozent der Arbeitslosen einen technischen Beruf erlernt, während jedoch 4,8 Prozent der gemeldeten Stellen eine solche Ausbildung voraussetzten.
„Die Probleme des Arbeitsmarkt werden sich weiter verschärfen“, warnt der IHK-Präsident, „denn mittelfristig werden die Unternehmen einen zusätzlichen Arbeitskräftebedarf haben und gleichzeitig wird der demographische Wandel das Angebot an Arbeitskräften reduzieren.“ Erschwerend kommt hinzu: Immer mehr jugendliche Bewerber sind kaum ausbildungsfähig. „Vielen fehlen die notwendigen Kenntnisse in Deutsch, Mathematik und Naturwissenschaften – dies ist ein Einstellungshindernis“, betont Heinz Schmidt.
Der Fachkräftemangel kann für die Unternehmen bedrohliche Folgen haben: „Zu 72 Prozent befürchten die Firmen, weniger flexibel auf Marktveränderungen reagieren zu können. 62 Prozent erwarten Behinderungen ihrer Produktionsabläufe, 57 Prozent sehen ihre Innovationsprozesse in Gefahr und 50 Prozent rechnen mit sinkender Produktivität“, berichtet der IHK-Präsident.
Um solche Entwicklungen zu verhindern, wollen die Unternehmen das derzeitige hohe Ausbildungsniveau halten und den Ausbildungspakt in Richtung eines „Pakts für Qualifizierung und Fachkräftesicherung“ weiter entwickeln. Zudem erkennen immer mehr Unternehmen, welche Chancen eine gezielte Weiterbildung des Personals bietet. Bereits heute sehen 62 Prozent der Unternehmen Weiterbildung als Antwort auf den Fachkräftemangel.
„Aber auch die politischen Rahmenbedingungen müssen stimmen“, betont Heinz Schmidt: „Mindestlöhne sind ein Irrweg. Sie verhindern, dass auch die Geringqualifizierten die Chance auf einen Job erhalten.“ Der Arbeitsmarkt müsse flexibilisiert und die Arbeitskosten gesenkt werden, etwa durch Abkopplung der Finanzierung von Kranken- und Pflegeversicherung. „Außerdem kann unser Land bei rückläufigem Arbeitskräfteangebot nicht darauf verzichten, den gezielten Zuzug qualifizierter Arbeitskräfte aus dem Ausland zu erleichtern.“

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