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Moderne DNA-Vaterschaftstests sind unverzichtbar geworden: BGB und Gendiagnostikgesetz tragen dem Rechnung

08.04.201011:11 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Moderne DNA-Vaterschaftstests sind unverzichtbar geworden: BGB und Gendiagnostikgesetz tragen dem Rechnung
Vorbereitung der Abstrichtupfer für Vaterschaftstests zur Laboranalyse
Vorbereitung der Abstrichtupfer für Vaterschaftstests zur Laboranalyse

(openPR) Die modernen wissenschaftlichen Verfahren der Feststellung einer Vaterschaft sind trotz einer teilweise kontrovers gefuehrten gesellschaftlichen Diskussion unverzichtbar geworden. Nicht nur Prominente wie zuletzt der amerikanische Schauspieler Jude Law, der Vater der beruehmten Saengerin Beyonce, der US-amerikanische Politiker John Edwards und vormals sogar Apple-Chef Steve Jobs sorgen mit Vaterschaftstests fuer Schlagzeilen. Unsere taeglichen Seifenopern wie die ZDF-Serien „Hanna – Folge Deinem Herzen“ oder „der Landarzt“ verarbeiten das Thema genauso wie diverse Talkshows, u.a. Johannes B. Kerner.



So ist es auch im Rahmen von familiengerichtlichen Auseinandersetzungen fuer die Betroffenen deutlich einfacher geworden, einen DNA-Vaterschaftstest durchfuehren zu lassen. Grundlage hierfuer ist das „Gesetz zur Klaerung der Vaterschaft unabhaengig vom Anfechtungsverfahren“, das im April 2008 in Kraft trat und mit § 1598a „Anspruch auf Einwilligung in eine genetische Untersuchung zur Klärung der leiblichen Abstammung“ Eingang in das Buergerliche Gesetzbuch fand. Die Regelungen des Gesetzes treten haeufig hinter die aktuelle Diskussion des am 1. Februar 2010 in Kraft getretenen Gendiagnostikgesetzes zurueck. Beide Gesetze sind jedoch im Zusammenwirken zu sehen, um eine klare Rechtslage fuer die Durchfuehrung sowohl privater als auch gerichtlich oder behoerdlich angeordneter Vaterschaftsgutachten zu schaffen.

Seit April 2008 haben in Deutschland der rechtliche Vater, die Mutter und das Kind ein Recht auf die Klaerung der Vaterschaft gegenueber den genannten jeweils anderen Personen. Dieses Recht kann notfalls z.B. durch die Mutter auch gegen den Willen des Vaters durchgesetzt werden; die Zustimmung der verweigernden Partei kann dann durch ein Familiengericht ersetzt werden. Einzige Ausnahme ist die Gefaehrdung des Wohles des Kindes, dessen Beurteilung dem Familiengericht obliegt. Eine Klärung der biologischen Vaterschaft ist möglich, ohne die rechtliche Vaterschaft zunächst in Frage zu stellen.

An diesem Recht auf Klaerung der Vaterschaft hat auch das juengst in Kraft getretene Gendiagnostikgesetz (GenDG) nichts geaendert. Entgegen teilweiser Fehlinterpretationen in der Presse, sind private Vaterschaftstest weiterhin moeglich. Das GenDG hat diese nicht untersagt, regelt jedoch, dass die Zustimmung aller Betroffenen erforderlich ist und somit sog. „heimliche“ Tests verboten sind. Dies bedeutet insbesondere, dass alle Sorgeberechtigten eines minderjaehrigen Kindes der Durchfuehrung eines Vaterschaftstestes explizit und schriftlich zustimmen muessen. Deutschland hat damit eine deutlich liberalere Gesetzgebung als z.B. Frankreich oder die Schweiz. Ein deutscher Auftraggeber, der jedoch einen Test ohne Einwilligung aller Betroffenen durchfuehren laeßt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, fuer die Geldstrafen von 5000 Euro und höher festgelegt sind – uebrigens auch dann, wenn der Test bei einem auslaendischen Labor durchgefuehrt wird.

Darueber hinaus hat das Gendiagnostikgesetz die Sicherung der Qualitaet der Anbieter verbessert. Abstammungsgutachten duerfen nur von erfahrenen Sachverstaendigen mit naturwissenschaftlicher oder medizinischer Hochschulausbildung vorgenommen werden. Ab Februar 2011 muessen alle Labore, die Vaterschaftstests durchfuehren, die Akkreditierung ihres Labores abgeschlossen haben. Die Voraussetzungen dafuer ist unter anderem die langjaehrige, erfolgreiche Teilnahme an unabhaengigen Qualitaetssicherungsmaßnahmen wie z.B. den Ringtests der Deutsche Gesellschaft fuer Rechtsmedizin.

Somit hat der Gesetzgeber eine erste verlaeßliche - wenn auch in Teilen noch nicht vollstaendig detaillierte - Grundlage fuer die Durchfuehrung von DNA-Vaterschaftstests geschaffen. Weitere Richtlinien auf diesem Gebiet sind durch die Arbeit der eingesetzten Gendiagnostikkommission zu erwarten.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter: http://www.bj-diagnostik.de/vaterschaftstest/vaterschaftstest-vor-gericht.html

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