(openPR) Feinstaubbelastung trotz verschärfter Regelungen zu hoch / Luftbelastung vor allem wetterabhängig
Berlin, 03.02.2010. Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg sieht sich durch Auswertungen des Bundesumweltamts zur Feinstaubbelastung in Deutschland in ihrer Kritik an der Berliner Umweltzone bestätigt. Allein im Januar seien anscheinend an bis zu 20 Tagen die Grenzwerte der Feinstaubbelastung überschritten worden, so Peter Kraschinski, Geschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau. Erlaubt sind aber maximal 35 Tage im Jahr. „Obwohl wir seit über zwei Jahren eine Umweltzone haben, die als die strengste Europas gilt, hat sich die Feinstabbelastung in der Luft nicht verringert. Das liegt allerdings nicht etwa an der Abgasbelastung durch Fahrzeuge, sondern ist fast ausschließlich wetterbedingt: Vor allem der Südostwind hat mit Feinstaub belastete Luft nach Berlin geweht. Offensichtlich hat die EU in ihren Richtlinien zur Verbesserung der Luftqualität vergessen, dem Wind vorzuschreiben, aus welcher Richtung er künftig wehen soll.“
Die in den letzten Tagen aufgetretene, erhebliche Feinstaubbelastung habe gezeigt, dass sich die Senatsumweltverwaltung mit ihrer Umweltzone auf dem Holzweg befände. „Für uns steht es außer Frage, dass Maßnahmen zur Verringerung der Feinstaubbelastung ergriffen werden müssen“, erklärt Kraschinski. „Allerdings ist die Umweltzone in ihrer derzeitigen Form der falsche Weg. Es kann nicht sein, dass hier einerseits die Unternehmer wirtschaftlich enorm belastet werden, andererseits aber der eigentliche Zweck, nämlich die Verbesserung der Luftqualität, verfehlt wird.“ Statt die Wirtschaft weiterhin mit Fahrverboten und einem schwer überschaubaren Chaos an gebührenpflichtigen Ausnahmegenehmigungen zu konfrontieren, sei die vollständige Überarbeitung der Umweltzone angebracht.








