(openPR) Die Nachricht des Statistischen Bundesamtes Deutschlands ist bemerkenswert. Sie besagt, dass der Benzinverbrauch in der BRD seit dem Jahr 2000 um fast 6% zurückgegangen ist. Zurückzuführen ist die gute Nachricht auf den geringeren Verbrauch, der im Mittel von 8.3 auf 7.6 lt. pro 100 Kilometer gesunken ist. Jetzt stellen Sie sich einmal vor, was passieren würde, wenn beispielsweise die USA, wo der Mittelwert des Benzinverbrauchs über 10 Litern liegen dürfte, auf die Hälfte sinkt (was technisch seit Jahren machbar ist). Die Ölproduzenten-Länder und Mineralölkonzerne würden allein deshalb auf Millionen Litern pro Tag unverbrauchter Ölprodukte sitzen bleiben. Das allein erklärt die Präsenz arabischer Investoren in sämtlichen Verwaltungsräten westlicher Automobil-Hersteller. Sie dürften die Einführung verbrauchsarmer Fahrzeuge vermutlich in den vergangenen 40 Jahren nicht gepusht haben. Diese Betrachtung zeigt auch, was in der Klimadebatte allein mit technischen Massnahmen leicht zu erreichen wäre. Sie zeigt auch, dass die Katastrophen-Szenarien (Peak Oil) mit einem ins Endlos wachsenden Öldurst der Korrektur bedarf. In einem Teil der alten Industrieländer ist der Peak of demand teilweise seit 1976 erreicht (BRD). Mit der seit letztem Jahr herrschenden Wirtschaftsflaute wird der Trend zu geringerem Ölkonsum verstärkt und die Einführung technischer Massnahmen für geringeren Verbrauch von Brenn- und Treibstoffen beschleunigt. Was erklärt, weshalb die Förderländer seit einem Jahr auf Millionen Fass unangetasteter täglicher Förderreserven sitzen. Und auch erklärt, weshalb die Ölvorrats-Lager randvoll sind. Und erklärt, weshalb die Raffinerien auf Kapazitätswerte heruntergefahren werden, die noch vor kurzer Zeit zu Ölpreis-Exzessen führten. Und es zeigt auch, wieviel Luft in den vergangenen Jahren von der Finanzwelt in den Ölpreis eingeblasen wurde. Mit Angebot und Nachfrage hat der aktuelle Ölpreis noch immer wenig zu tun. Aber etwas mit zinslosen Krediten der Notenbanken an die Finanzindustrie. Mit damit möglichen, kostenlosen Spekulationen in Milliardenhöhe in den Rohwarenmärkten. Und mit künstlich bei jeder einigermassen begründbaren Gelegenheit hochgehaltenen Ölpreisen. Derzeit fokussiert die Optik der Finanzwelt auf die Währungen, insbesondere auf den Dollar. Was zu einer bemerkenswerten Steigerung in den letzten Tagen führt, ohne dass dafür handfeste Argumente erkennbar wären. Ausser, man empfindet 10% Arbeitslosenrate als Indikator für einen Wirtschaftsboom.













