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Bildung nur für Reiche?

04.12.200915:35 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Bildung nur für Reiche?
Solide Bildung darf keine Frage des Geldbeutels seins! (Quelle: pixelio/Dieter Schütz)
Solide Bildung darf keine Frage des Geldbeutels seins! (Quelle: pixelio/Dieter Schütz)

(openPR) Stuttgart, 30.11.2009. Trotz Einführung der Studiengebühren in Baden-Württemberg hat sich an den Zuständen in den Hochschulen nichts Wesentliches geändert. Von der Bildungsoffensive der Landesregierung ist nichts zu spüren. Das Betreuungsverhältnis zwischen Professoren und Studierenden ist nach wie vor ungenügend. Der Anteil der Studierenden aus sozial schwachen Schichten ist nach wie vor sehr bescheiden.
Ein Studium kostet sehr viel Geld. Für sehr gut verdienende Eltern ist das kein Problem, aber für Minderbemittelte eine riesige und kaum zu bewältigende Herausforderung. Haben sich diese Studentinnen und Studenten mit Hilfe von Nebenjobs und Bafög über Wasser gehalten, so starten sie mit einem Schuldenberg ins Berufsleben. Bei der heutigen Wirtschaftssituation ist das wahrlich kein Zuckerschlecken.
„Lieber zahlen sie nach einem kostenlosen und ausreichend finanzierten Studium als Besserverdienende höhere Steuern“, glaubt der stellvertretende Landesvorsitzende Diplom-Ingenieur Kronimus. „Das ist gerechter als der momentane Zustand. Damit werden die Risiken für zukünftige Akademiker aus dem einfachen Milieu überschaubarer.“
Wir leben im Musterländle von der Intelligenz und der Ausbildung der Bürger. Das ist die einzige Ressource, die wir in Baden-Württemberg haben und diese müssen wir fördern. Die Geldelite allein kann den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg nicht sichern, selbst wenn sie es möchte.
Deshalb unterstützen wird die Forderungen der demonstrierenden Studenten für wesentliche Verbesserungen bei den Studienbedingungen.

Kilian Kronimus

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