openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Video-Appell eines Tibeters in Tibet an die Internationale Gemeinschaft

08.09.200908:49 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Video-Appell eines Tibeters in Tibet an die Internationale Gemeinschaft
Kelsang Tsultrim beim Aufnehmen seiner Video-Botschaft
Kelsang Tsultrim beim Aufnehmen seiner Video-Botschaft

(openPR) Wie vom Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD), tchrd.org mitgeteilt gelange kürzlich gelangte eine Videobotschaft aus Tibet in die freie Welt, in der die internationale Gemeinschaft aufgerufen wird, unverzüglich zugunsten des vom Untergang bedrohten tibetischen Volkes aktiv zu werden.



Kalsang Tsultrim, der sich schriftstellerisch betätigt und auch unter dem Pseudonym Gyitsang Takmig bekannt ist, ist ein Mönch des Klosters Gyitsang Gaden Choekhorling im Bezirk Sangchu (chin. Xiahe), TAP Kanlho (chin. Gannan), Provinz Gansu. Sangchu oder Labrang war letztes Jahr einer der Brennpunkte der landesweiten Protestaktionen.

Nur unter großer Gefahr konnte Kalsang Tsultrim diese Videobotschaft aufnehmen und unter die Leute bringen. In seinem Appell an die Außenwelt gibt er einen Abriß der tibetischen Geschichte seit der Flucht des Dalai Lama ins Exil, er spricht von der Mißachtung der grundlegenden Menschenrechte in Tibet, dem extremen Leiden des tibetischen Volkes, dem Kampf, den Hoffnungen und Sehnsüchten der Tibeter in Tibet. Das einstündige Video wurde am 18. Juli 2009 aufgenommen und später durch passende Video-Aufnahmen für die endgültige DVD-Version ergänzt, die in vielen tibetischen Gegenden in Gansu, Qinghai und Sichuan weite Verbreitung erfuhr. Kalsang hat schon zahlreiche Aufsätze geschrieben, Gedichte verfaßt und sogar ein Buch veröffentlicht.

Aus der Quelle, die das Video ins Ausland brachte, verlautet, daß „Kalsang Tsultrim seine Botschaft so weit wie möglich in Tibet zu verbreiten sucht – trotz der immensen Gefahr, die er dabei auf sich nimmt –, um das allgemein unwissende tibetische Publikum, das tagtäglich nur mit der staatlichen Propaganda gefüttert wird, über die wahre Geschichte Tibets und den Freiheitskampf, die Menschenrechtslage und den vom Dalai Lama eingeschlagenen Mittleren Weg mit seiner Forderung nach echter Autonomie zu informieren.

Er redet immer wieder von der großen Sehnsucht des tibetischen Volkes nach der Rückkehr des Dalai Lama an den ihm zustehenden Platz, die Mißachtung der Menschenrechte und besonders der Religionsfreiheit in Tibet, die zur Flucht vieler religiöser Würdenträger wie dem Karmapa, Arja Rinpoche und anderen führten. Diese hohen Lamas hätten doch, statt ins Exil zu gehen, leicht ein Leben in Luxus und voller Privilegien unter der chinesischen Regierung führen können.“

Kalsang Tsultrim kommt in seiner Videobotschaft auch auf viele Ereignisse der jüngsten Zeit sowie die verfehlte chinesische Politik zu sprechen: Etwa die Zwangsumsiedlung einer großen Anzahl tibetischer Nomaden im Namen der Entwicklung, wodurch diese ihre nomadischen Lebensweise aufgeben mußten, die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen Tibets, die Zerstörung der empfindlichen Umwelt, die wirtschaftliche Marginalisierung und den gesellschaftlichen Ausschluß der Tibeter, und natürlich immer wieder den Mangel an Freiheit. Er erwähnt auch die Ereignisse der letzten Zeit wie z. B. die landwirtschaftliche Boykottbewegung in Tibet, den Selbstverbrennungsversuch von Lobsang Tashi, alias Tapey, vom Kloster Kirti, den Selbstmord eines Mönchs des Klosters Ragya, die willkürlichen Festnahmen und die Festhaltung von Tausenden von Tibetern auf die Demonstrationen vom März 2008 hin.

Die Videobotschaft richtet sich an die Vereinten Nationen und die Internationale Gemeinschaft, die eine moralische Verpflichtung haben, ihre Stimme zugunsten des tibetischen Volkes in Tibet zu erheben, das sein tägliches Leben in ständiger Furcht und unter schweren Repressionen fristen muß.

Kalsang hat auch etwas zu dem chinesischen Gesetz über nationale regionale Autonomie zu sagen: „Die Bestimmungen der nationalen regionalen Autonomie, die auf der Grundlage der chinesischen Verfassung formuliert wurden, garantieren die grundlegenden Rechte der Minderheiten, darunter auch die der Tibeter. Aber die Wirklichkeit sieht völlig anders aus, denn unsere Grundrechte werden überhaupt nicht beachtet. Tibet wird nicht anderes verwaltet als irgendeine andere Region der Volksrepublik China, und es wird nichts getan, um die harmonische Gesellschaft herbeizuführen, die die Regierung uns versprochen hat“.

„Wir haben keine Religionsfreiheit und keine politischen Freiheiten, weil die meisten der religiösen und politischen Websites nur voller Propaganda sind, die die wahre Situation entstellen. Wir hassen die Chinesen nicht, aber wir stehen für Wahrheit und Gerechtigkeit ein. Wir protestieren gegen die chinesische Herrschaft, weil die Behörden vor Ort nicht gemäß der Verfassung Chinas und den Autonomiegesetzen handeln. Der Premierminister der Volksrepublik China sagte, China halte Wahrheit und Gerechtigkeit hoch. Aber die Tibeter haben nicht dieselben religiösen, politischen und wirtschaftlichen Rechte wie andere. Daher opferten [während des vergangenen Jahres] viele Tibeter ihr Leben, um gegen die chinesische Herrschaft zu protestieren. Auch ich setze heute mein Leben aufs Spiel, weil wir die gleichen Menschenrechte und Freiheiten wie alle anderen genießen wollen. Wir werden unseren Kampf um Freiheit und Wahrheit niemals aufgeben, solange die Chinesen ihre Politik nicht ändern und das tun, was in ihrer Verfassung steht“, sagte Kalsang abschließend.

Das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie (TCHRD) betrachtet die Videobotschaft, in der Kalsang Tsultrim seine Ansichten unter Einsatz seines Lebens vermittelt, als eine Ausübung des Grundrechtes der freien Meinungsäußerung und Meinungsfreiheit, die auch in der chinesischen Verfassung und internationalen Vertragswerken verankert sind, denen China beigetreten ist. Das Zentrum glaubt, daß die Botschaft von Kalsang die allgemeine Haltung und Ansicht der Menschen in Tibet exakt wiedergibt. Die Worte, die Kalsang in die Welt sandte, damit jedermann sie vernehme, sind ein Zeichen der anhaltenden Repressionspolitik Chinas in Tibet, und sie legen ein beredtes Zeugnis von den weitverbreiteten Menschenrechtsverletzungen ab. Sein Entschluß, diese denkwürdige Botschaft aufzuzeichnen, beweist, von welch tiefreichender Hilflosigkeit das tibetische Volk ergriffen ist, sie zeigt auch, daß seine Fähigkeit, Ungemach zu ertragen, am Rande des menschlich Möglichen angelangt ist.

Wie aus Dharamsala verlautet, weiß niemand, wo Kalsang Tsultrim sich derzeit befindet, alle machen sich große Sorge um ihn (http://www.paldengyal.com, auf dieser Seite gibt es eine tibetische Transkription seiner Aussage).

Diese bewegende Botschaft in englischer Übersetzung kann man lesen unter: http://www.savetibet.org/media-center/ict-news-reports/tibetan-monk-makes-video-appeal-return-dalai-lama-and- end-repression-tibet, Kurzlink: http://www.flexform.de/tzvxrshg

Ein Teil des Videos wurde von Voice of America ausgestrahlt und kann online angeschaut werden unter http://www.voanews.com/tibetan/2009-08-28-voa10.cfm

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 347235
 112

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Video-Appell eines Tibeters in Tibet an die Internationale Gemeinschaft“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von IGFM München

Bild: Behörden schicken durch Folterung schwer gesundheitsgeschädigte Tibeter nach HauseBild: Behörden schicken durch Folterung schwer gesundheitsgeschädigte Tibeter nach Hause
Behörden schicken durch Folterung schwer gesundheitsgeschädigte Tibeter nach Hause
Im März 2012 veranstalteten Tibeter im Bezirk Gepa Sumdo oder Ba (chin. Tongde) in der TAP Tsolho (chin. Hainan), Provinz Qinghai, eine Protestaktion gegen die Politik Chinas in Tibet. Um diese friedliche Demonstration abzubrechen, warf die Polizei einen Sprengkörper in die Menge (1). Viele Tibeter trugen so schwere Verletzungen davon, daß sie in das nächste Krankenhaus gebracht werden mußten. Jüngste Berichte lassen darauf schließen, daß einige der Opfer inzwischen nach Hause geschickt wurden, weil sich ihr Gesundheitszustand drastisch vers…
Bild: Vier tibetische Umweltaktivisten in Tawu festgenommen, Bevölkerung schikaniertBild: Vier tibetische Umweltaktivisten in Tawu festgenommen, Bevölkerung schikaniert
Vier tibetische Umweltaktivisten in Tawu festgenommen, Bevölkerung schikaniert
Vier tibetische Umweltaktivisten, alles Mitglieder der „Umweltschutzorganisation Tawu“ wurden Mitte Februar von dem Public Security Bureau des Bezirks Tawu (chin. Luohuo), TAP Kardze (chin. Ganzi), Provinz Sichuan, festgenommen. Die PSB-Beamten nahmen Lumbu aus dem Dorf Chagya, Dakpa aus dem Dorf Khucha, Dawa aus dem Dorf Yulu und eine namentlich nicht genannte Person aus dem Dorf Loru fest und vernahmen sie. Einige Tibeter aus den Dörfern des Bezirks Tawu schlossen sich 2011 informell zu der Umweltschutz-Organisation von Tawu zusammen. Die…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Tibet ist zu einem einzigen militärischen Übungsgebiet gewordenBild: Tibet ist zu einem einzigen militärischen Übungsgebiet geworden
Tibet ist zu einem einzigen militärischen Übungsgebiet geworden
… die nur noch darauf warten, getötet zu werden. Angesichts der kritischen Situation in Tibet appellieren wir an die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft, sich dringend unserer folgenden Forderungen anzunehmen: 1) unverzüglich unabhängige Untersuchungskommissionen nach Tibet zu entsenden; 2) unverzüglich der freien Presse Zugang zu ganz …
Bild: Videobotschaft eines Mönchs aus Tibet an die freie WeltBild: Videobotschaft eines Mönchs aus Tibet an die freie Welt
Videobotschaft eines Mönchs aus Tibet an die freie Welt
Kürzlich gelangte eine Videobotschaft aus Tibet in die freie Welt, in der die internationale Gemeinschaft aufgerufen wird, unverzüglich zugunsten des vom Untergang bedrohten tibetischen Volkes aktiv zu werden. Kalsang Tsultrim, der sich schriftstellerisch betätigt und auch unter dem Pseudonym Gyitsang Takmig bekannt ist, ist ein Mönch des Klosters Gyitsang …
Bild: Tibetischer Schriftsteller Kalsang Tsultrim zum zweiten Mal festgenommenBild: Tibetischer Schriftsteller Kalsang Tsultrim zum zweiten Mal festgenommen
Tibetischer Schriftsteller Kalsang Tsultrim zum zweiten Mal festgenommen
… massiven anti-chinesischen Unruhen in Tibet, war es Kalsang gelungen, seinen Video-Appell an den chinesischen Grenzkontrollen vorbei ins Ausland zu schicken. In dem Video fleht er die internationale Gesellschaft an, „schnell zugunsten des tibetischen Volk zu handeln“, damit die Repression ein Ende finde. Er sprach sich auch für die Rückkehr des Dalai Lama …
Bild: Bleirückstände aus chinesischen Fabriken vergiften das Trinkwasser in NordwesttibetBild: Bleirückstände aus chinesischen Fabriken vergiften das Trinkwasser in Nordwesttibet
Bleirückstände aus chinesischen Fabriken vergiften das Trinkwasser in Nordwesttibet
… über 100 daran erkrankt sind. Die Dorfbewohner in Tibet haben immer wieder gegen den exzessiven Bergbau demonstriert. Ihre friedlichen Protestaktionen endeten jedoch 2010 mit dem Tod eines Tibeters, als nämlich die Polizei in die Menge der Demonstranten schoß (3). Eine ähnliche Lage entstand im Mai 2010, als eine Gruppe von Tibetern, die beunruhigt über …
Bild: Tibetische Zentralverwaltung gibt einen Dokumentarfilm über die Selbstverbrennungsproteste herausBild: Tibetische Zentralverwaltung gibt einen Dokumentarfilm über die Selbstverbrennungsproteste heraus
Tibetische Zentralverwaltung gibt einen Dokumentarfilm über die Selbstverbrennungsproteste heraus
Die Abteilung für Information und Internationale Beziehungen der Tibetischen Zentralveraltung stellte am Montag ein Dokumentarvideo der 51 Fälle von Selbstbrennung seit 2009 in Tibet vor. Bei der Einführung der Dokumentation während einer Pressekonferenz sagte der Sekretär des Department for Information and International Relations (DIIR), das Video bezwecke, …
Bild: Asiens Zukunft in Gefahr: Klimawandel auf dem Dach der Welt - Neue DokumentationBild: Asiens Zukunft in Gefahr: Klimawandel auf dem Dach der Welt - Neue Dokumentation
Asiens Zukunft in Gefahr: Klimawandel auf dem Dach der Welt - Neue Dokumentation
… der amerikanischen Botschaft in Indien brachten auch ans Tageslicht, daß Seine Heiligkeit der Dalai Lama dem amerikanischen Botschafter, Timothy Roemer; nahelegte, „die internationale Gemeinschaft soll ihre Aufmerksamkeit vor allem auf den Klimawandel auf dem tibetischen Hochland richten“. Seit dem Start der sogenannten Entwicklungsstrategie für den …
Tibet-Gruppen rufen zum Widerstand auf
Tibet-Gruppen rufen zum Widerstand auf
… Durch gemeinsame und strategisch geplante Kampagnen werden wir das olympische Rampenlicht nutzen und es auf Chinas schändliche Unterdrückung in Tibet richten, damit China die internationale Anerkennung und die Zustimmung, nach der es so glühend verlangt, verweigert wird. Wir rufen die Tibeter in Tibet auf, sich weiterhin gegen die chinesische Herrschaft …
Bild: Statement von Kalon Tripa Dr Lobsang Sangay wegen der Tötung von Tibetern durch die VR ChinaBild: Statement von Kalon Tripa Dr Lobsang Sangay wegen der Tötung von Tibetern durch die VR China
Statement von Kalon Tripa Dr Lobsang Sangay wegen der Tötung von Tibetern durch die VR China
… von Gewalt gegen die Tibeter sowieso unerträglich. Er sollte von allen Menschen in China und in der ganzen Welt auf das Schärfste verurteilt werden. Ich rufe die internationale Gemeinschaft auf, sich mit dem tibetischen Volk solidarisch zu erklären und in diesen kritischen Zeiten ihre Stimme zum Schutz seiner Grundrechte zu erheben. Ich ersuche darum, …
Bild: Mönch erneut festgenommen, der ausländischen Medien Chinas brutale Repression enthüllt hatteBild: Mönch erneut festgenommen, der ausländischen Medien Chinas brutale Repression enthüllt hatte
Mönch erneut festgenommen, der ausländischen Medien Chinas brutale Repression enthüllt hatte
… zukommen lassen*, am 3. November von der Bewaffneten Volkspolizei des Bezirks Sangchu und dem Büro für Öffentliche Sicherheit (PBS) aus unbekanntem Grund im Haus eines Tibeters in Labrang festgenommen. Die Quelle berichtet: „Etwa 50 Sicherheitskräfte der PAP und des PSB fuhren in mehreren Militärlastwagen heute Nachmittag um ein Uhr (Pekinger Standardzeit) …
Bild: Tibetischer Mönch Jigme Guri vom Kloster Labrang erneut festgenommenBild: Tibetischer Mönch Jigme Guri vom Kloster Labrang erneut festgenommen
Tibetischer Mönch Jigme Guri vom Kloster Labrang erneut festgenommen
… vier weitere Bilder Seiner Heiligkeit des Dalai Lama beschlagnahmt wurden. Gedun Phuntsok, ein ehemaliger Schüler von Jigme, der jetzt in Indien lebt, appelliert an die internationale Gemeinschaft: „Es ist nun schon der dritte Tag, daß mein Lehrer Jigme verschwunden ist. Die Sicherheitsleute, die ihn diesmal festnahmen und seine Räume durchsuchten, sind …
Sie lesen gerade: Video-Appell eines Tibeters in Tibet an die Internationale Gemeinschaft