(openPR) Der Ölpreis ist das Abbild der unsicheren Einschätzung der Wirtschafts-Entwicklung der kommenden Monate. Die wechselt täglich. Am Montag herrscht Euphorie vor, weil ein bisher unbekannter Einkäufer-Index aus den USA positiv zuckt. Am Dienstag herrscht Pessimismus, weil die Arbeitslosenzahlen aus den USA unvermindert grottenschlecht sind. Am Mittwoch wieder Euphorie, weil in China ein anderer Einkäuferindex, unwesentlich bekannter, positiv zu zucken schien. Am Donnerstag wieder Pessimusmus, weil den Aktienmärkten nach ihrem Rush der letzten Wochen wegen Gewinnmittnahmen vorläufig die Puste ausgeht und Leerverkäufe im Rohwarenmarkt in den USA schärfer überwacht und bestraft werden sollen. Am Freitag wieder Euphorie, weil die deutsche Export-Industrie im Juni signifikant gewachsen ist. So wird das Wechselbad auch bei der Ölpreis-Bildung in der nahen Zukunft weitergehen. Die spekulative Zunft wettet auf eine rasche Wirtschaftserholung, die einherginge mit einem höheren Ölbedarf. Derweil kämpft sich die reale Wirtschaft durch das tiefe Tal der Rezession. Jeder helle Schein an den Gipfeln dieses Tales wird als wirtschaftliche Morgenröte interpretiert. Hochnebel und dunkle Wolken werden nicht wahrgenommen. So unübersichtlich und schwer einschätzbar präsentiert sich die Situation heute bei der Ölpreis-Bildung. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage sind Öl- und Heizölpreis zu hoch. Die Versorgung ist ausgezeichnet. Die Nachfrage schwach. Wer nicht auf den Moment warten mag, wo der Ölpreis-Ballon seine Luft verliert, kann zu einem im Vergleich mit den Vorjahren moderaten Heizölpreis seinen Tank auffüllen. Ratsam ist es, dies vor dem 1.Januar 2010 zu tun. Dann führen die Schweizer Behörden die CO2-Abgaben-Erhöhung durch (die kann man später jedes Jahr weiter erhöhen). Sie wird bei der bevorstehenden Erhöhung rund CHF 7.— pro 100 Liter ausmachen.













