(openPR) Manager für ihre Entscheidungen in die Pflicht zu nehmen ist ethisch richtig.
Der Vorschlag der CDU, Manager stärker als bisher an den ökonomischen Folgen ihrer Entscheidungen zu beteiligen ist ethisch richtig und sinnvoll. Ethisches Management ist immer dann gegeben, wenn der Entscheider für die überschaubaren Folgen seines Handeln auch gerade steht. Das bedeutet, für Fehlentscheidungen gilt es ökonomisch ebenso gerade zu stehen, wie für erfolgreiche Entscheidungen ökonomisch belohnt zu werden.
Politik ist verantwortlich für sinnvolle politische Rahmenbedingungen.
Der Vorschlag, eine Wartezeit von drei Jahren für den Wechsel eines Vorstandes in den Aufsichtsrat, schafft eine Rahmenbedingung, die zweierlei verhindert; einerseits wird es sehr schwer, Missmanagement eines Vorstandes im Aufsichtsrat fortzusetzen, andererseits wird jedoch ebenso die Fortführung sehr erfolgreicher Vorstandstätigkeit im Aufsichtsrat verhindert.
Die Forderung, Aktienoptionen vier, statt zwei Jahre halten zu müssen, zielt am Kern vorbei.
Eine Verlängerung der Haltefrist von Aktien löst das Kernproblem nicht. Manager werden dafür den bezahlt, den Unternehmenswert zu steigern. Aktien repräsentieren jedoch den Börsenwert eines Unternehmens, nicht den Unternehmenswert. Daher ist es eher überlegenswert, auf Aktienoptionen gänzlich zu verzichten, und stattdessen andere Vergütungsformen zu finden. Bei einer vierjährigen Haltefrist wird ein Manager womöglich bestraft für Fehlentscheidungen seiner Nachfolger.
Steter Tropfen höhlt wohl den Stein!!
Politiker lenken mit der "Reichensteuer" von ungelösten Hausaufgaben ab.
Schon vor Jahren hatten Gerhard Schröder und Franz Müntefering die "Millionärssteuer" verlangt. Nun wärmt die SPD mit der "Reichensteuer" "olle Kamellen" auf. Die jetzt wieder aufgestellte Forderung nach einer "Reichensteuer" kann der EVW nur kommentieren mit: "getretener Quark wird breit statt stark"!!
Die Konsolidierung des Staatshaushaltes ist die derzeit vordringliche Aufgabe unserer Politiker. Mit der "Reichensteuer" lenkt die SPD von dieser Aufgabe ab, denn eine "Reichensteuer" löst das Problem ganz sicher nicht. Es fehlen Maßnahmen, die unsinnige Subventionen stoppen, Lohnnebenkosten senken, die Staatsverschuldung senken, etc. etc.. Eine "Reichensteuer" suggeriert hier, es gäbe Bürger, bei denen es noch genügend zu holen gäbe, um den Wohlstand mehren zu können und Teile der Finanz- und Wirtschaftskrise zu überwinden. Der Versuch, mit der "Reichensteuer" von den echten Problemen dieses Landes und den politischen Fehlern ablenken zu wollen, hält der EVW für ethisch verwerflich.
Ulf D. Posé
(Präsident)





