Dr. Grün zum Missbrauch der Ethik in der Wirtschaftskrise
Der Ethikverband der deutschen Wirtschaft warnt vor falschem und unverantwortlichem Gebrauch ethischer und moralischer Wertungen.
Um zu erklären, was sie nicht verstanden haben - nämlich das Entstehen der Wirtschaftskrise - verwenden Moralisten ein Wort, das sie noch weniger verstanden haben, nämlich das Wort "Ethik". Verantwortungslos ist aber nicht derjenige, der sich kritisch gegenüber dem herrschenden Gebrauch von Ethik verhält, sondern derjenige, der Wörter in Umlauf setzt die e…
Sehr geehrte Damen und Herren,
Die Angst vor den Folgen der Wirtschaftskrise eint derzeit Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Aber Angst lähmt auch jene Kräfte, die nötig sind, um die Krise zu überwinden. Falsche Moralvorstellungen wirken als zusätzliche Bremse. Reichen Investitionsprogramme aus, die Krise zu überwinden?
Der Ethikverband der Deutschen Wirtschaft e.V. möchte Ihnen diese und weitere Fragen zur Wirtschaftskrise beantworten.
Sie sind herzlich eingeladen zu einem Pressegespräch am Montag, d. 27. April um 13.00 Uhr in der Villa Bonn,…
Manager für ihre Entscheidungen in die Pflicht zu nehmen ist ethisch richtig.
Der Vorschlag der CDU, Manager stärker als bisher an den ökonomischen Folgen ihrer Entscheidungen zu beteiligen ist ethisch richtig und sinnvoll. Ethisches Management ist immer dann gegeben, wenn der Entscheider für die überschaubaren Folgen seines Handeln auch gerade steht. Das bedeutet, für Fehlentscheidungen gilt es ökonomisch ebenso gerade zu stehen, wie für erfolgreiche Entscheidungen ökonomisch belohnt zu werden.
Politik ist verantwortlich für sinnvolle poli…
Die Auszahlung der Pension ist nicht unethisch.
Die Auszahlung der Pension von Herrn Dr. Zumwinkel stößt auf harsche Kritik. Herrn Dr. Zumwinkel wird unethisches Verhalten vorgeworfen. Diese Kritik wird bisher durch kein einziges ethisches Prinzip untermauert. Die Auszahlung mag unsensibel sein oder unverschämt; sie als unethisch zu bezeichnen, bedarf eines verletzten ethischen Prinzips. Weder das kantsche Prinzip der Würde, also die Verzwecklichung eines Menschen, noch das Biophiliepostulat nach Prof. Dr, Rupert Lay, das personale Leben eher…
... der Deutsche Bahn AG
Totalitäre Methoden zerstören Vertrauen
Sicher hat jedes Unternehmen hat ein Recht darauf, sich vor Korruption oder Missbrauch zu schützen. So wie jeder Bürger ein Recht darauf hat, dass seine persönlichen Daten geschützt bleiben. Die Tatsache, dass ein Unternehmen diesem berechtigten Interesse folgt, indem es sich vor Missbrauch schützen will, ist zunächst weder unethisch noch illegal. Die Anzahl der Datenüberprüfung bei der Deutschen Bahn AG ist jedoch nicht mehr nachvollziehbar. Wer 173.000 Mitarbeiter überprüft, …
Der staatliche Rettungsschirm ist nicht für jeden und alles da
Wenn zwei Unternehmen fusionieren, und sich dabei verspekulieren, dann ist das nicht die Sache der Solidargemeinschaft. Es ist kaum nachvollziehbar, weshalb der Staat hier eingreifen sollte.
Staatliche Unterstützung führt zur Wettbewerbsverzerrung
Die soziale Marktwirtschaft erlaubt im Wesentlichen dem Staat, in wirtschaftliche Abläufe dirigistisch eingreifen zu dürfen. Das geschieht jedoch nur durch Subvention meritorischer Güter und hoher Besteuerung verwerflicher Güter. Es ist…
Den Tanz umd das Goldene Kalb zu kritisieren ist berechtigt. Menschen auf ihre okonomische Verwertung zu reduzieren, muss angeprangert werden dürfen. Banker aufzufordern, sich darauf zu besinnen, dass sie das Geld von Anlegern treuhänderisch verwalten, und damit eine Art Fürsorgeplicht besitzen, muss angemahnt werden dürfen. In dieser Sache kann der EVW Bischof Huber nur unterstützen.
Bischof Huber hat Recht, wenn er Mäßigung fordert, wenn er fordert, sich auf ethische Tugenden zu besinnen. Er hat weiterhin Recht, wenn er kritisiert, dass ök…
Der Verzicht ist moralisch zu begrüßen
Die Verzicht von Herrn Ackermann und seinen Kollegen ist deswegen zu begrüßen, weil die Deutsche Bank gleichzeitig auf Inanspruchnahme des Rettungspaketes verzichtet. Der Bonus von Herrn Ackermann betrug im letzten Jahr rund 12 Millionen Euro. Einerseits politisch zu fordern, Bankmanager sollten auf Ihr Gehalt verzichten, und sich dann zu beschweren, wenn dies jemand freiwillig tut, ist unredlich. Der Vorwurf von Herrn Struck, es handle sich um eine Schauveranstaltung ist somit in hohem Maße unmoralisch.…
Wasser predigen, und Wein trinken!
Auch legales Handeln kann in hohem Maße unredlich sein.
Es ist unfassbar. Gerade ein Mann, der sich einen besonders hohen moralischen Anschein gibt, nutzt an seine Funktion gebundene Privilegien privat. Das mag legal sein; legitim ist es nicht.
Es ist jederzeit zu verstehen und auch richtig und sinnvoll, wenn Herr Bsirske Rahmen seines Aufsichtsratsmandat seine Flüge nicht bezahlen muss. Wenn Herr Bsirske jedoch dieses Privileg für sich privat mit einem Erste Klasse Flug nutzt, und auch noch seine Frau auf …
Das Urteil ist juristisch zu begrüßen, ethisch nicht unbedingt.
Steuerhinterziehung ist ein Strafdelikt. Das Urteil trägt dem Rechnung. Die Strafe ist einerseits mild, denn der Verurteilte muss nicht ins Gefängnis, andererseits sehr hoch, der Verurteilte wird mit 7,5 Millionen Bußgeld empfindlich in seinem Geldbeutel getroffen. Damit scheint das Urteil eine abschreckende Wirkung zu verfolgen. Anderen Spitzenverdienern wird mit diesem außergewöhnlichen Urteil klar gemacht: sie können in unserem Lande nicht machen, was sie wollen. Das mag juris…
Die Bewertungskategorie ist unzureichend
Die EU-Minister argumentieren in rein moralischen Kategorien. Zur Beurteilung der Angemessenheit der Managervergütungen sind jedoch zunächst ökonomische oder betriebswirtschaftliche Kriterien erforderlich.
Die EU-Minister lassen passende Bewertungskriterien vermissen.
Wenn die EU-Minister moralische oder ethische Kategorien zu Rate ziehen, dann sollten sie den Faktor Gerechtigkeit einbeziehen. Die öffentliche Diskussion zeigt jedoch vor allem eines: dass es uns an geeigneten Maßstäben fehlt, um zu …
Die Warnungen, dass Manager Abzocker sind, raffgierig und egoistisch, mit Bedienermentalität ausgestattet, wenn es um ihre Gehälter geht, nehmen zu. Selbst der Bundespräsident Horst Köhler und auch unsere Bundekanzlerein warnen davor, mit übertriebenen Gehaltsforderungen den sozialen Frieden im Land zu gefährden. Das unserem Bundespräsidenten die auseinanderklaffende Einkommensentwicklung in Deutschland und eine zunehmende "Entfremdung zwischen Unternehmen und Gesellschaft" Sorge macht, ist eine Sorge, die sehr viele Menschen teilen. Diese So…
Die von Bundespräsident Horst Köhler geübte Kritik an der Entwicklung der Managergehälter ist für den Ethikverband der Deutschen Wirtschaft e.V. nur schwer verständlich. Die Argumentation des Bundespräsidenten zeugt kaum von wirtschaftlichem Sachverstand.
Die Warnung des Bundespräsidenten Horst Köhler, mit übertriebenen Gehaltsforderungen den sozialen Frieden im Land zu gefährden, suggeriert, dass die Gehaltsforderungen von Managern übertrieben sein müssen. Diese Suggestion gefährdet durch die Bedienung von Vorurteilen mehr den sozialen Fri…
Pressemitteilung zum Bahn-GDL-Konflikt
Bisher wurde der Bahn-GDL-Konflikt unter wirtschaftlichen und psychologischen Gesichtspunkten betrachtet. Es ist an der Zeit, diesen Konflikt auch einmal unter ethischen Gesichtspunkten zu betrachten.
Beiden Seiten geht es im Prinzip um die Entfaltung der Lokführer einerseits und die Entfaltung der anderen Bahnangestellten und der Bahn andererseits. Beide Seiten setzen damit dasselbe ethische Prinzip ihren Ansprüchen voraus. Im Rahmen einer ethischen Güterabwägung müssten beide Seiten nun so handeln,…
Pressemitteilung zu den DAX-Vorstandsgehältern.
Die Kritik an der Höhe der Vorstandsbezüge ist für den Ethikverband der Deutchen Wirtschaft e.V. falsch und zeugt von mäßigem Sachverstand.
Die Kritik von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) von der Schutzvereinigung der Kapitalanleger (SdK) an den Vorstandsbezügen ist nicht nachvollziehbar. Ebenso die Kritik von Ver.di, Vorstandsbezüge seien "mit keiner Leistung zu rechtfertigen" und man solle die Gehälter auf das maximal 20zig-fache eine Arbeiterlohns begrenzen, ist i…
Die öffentlich geübte Kritik am Solidaritätsbeitrag, sowie die Reaktion auf diese Kritik ist für den Ethikverband der Deutschen Wirtschaft e.V. nur schwer verständlich.
Das Schwierige in der öffentlichen Diskussion scheint für den EVW der Umstand zu sein, dass derjenige, der etwas gegen den Solidaritätsbeitrag oder Solidaritätspakt II sagt, automatisch gegen den Aufbau Ost sein soll. Das ist Polemik pur und in hohem Maße unredlich.
Der Solidaritätspakt II ist genau so wie der Solidaritätsbeitrag als Wort sicher eine semantische Frechheit. …
Die von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger geübte Kritik an der starken Erhöhung der Managergehälter ist für den Ethikverband der Deutschen Wirtschaft e.V. nur schwer verständlich.
Die Argumentation der Schutzgemeinschaft zeugt kaum von wirtschaftlichem Sachverstand.
Das Argument der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, ein Unternehmen könne die Gehaltssteigerungen der Manaer nicht verkraften und dadurch würde der soziale Frieden belastet, ist falsch. Der soziale Frieden wird eher dadurch belastet, dass die Managergehälter ständig…
Moralische Standards werden zunehmend verletzt. Mit großer Sorge erlebt der EVW die aktuellen Skandale in der Wirtschaft, jetzt aktuell bei der Siemens AG. Korruption, Bestechung von Betriebsräten und unmoralisches Handeln greifen immer mehr um sich. Es fällt zunehmend schwerer, von Einzelfällen zu sprechen. Das Vertrauen in die Gesamtwirtschaft nimmt ab. Die Vorbildfunktion und Glaubwürdigkeit der Topmanager gerät unter Druck.
Nur fachliche Qualifikation reicht nicht.
Manager werden überwiegend nach fachlicher Qualifikation ausgesucht. De…
Die von Bischof Walter Mixa aufgestellte Behauptung geht für Ethikverband der Deutschen Wirtschaft e.V. am Thema vorbei.
Da hat Bischof Walter Mixa etwas angerichtet. Ein Aufschrei der Empörung geht durchs Land, weil er meint, Frau von der Leyen wolle mit ihrem Programm Frauen zu Gebärmaschinen degradieren. Hat er Recht oder hat Frau von der Leyen Recht? Kardinal Meisner gibt ihm Recht. Er ist davon überzeugt, dass diese Aussage ´um das Heil des Volkes willen´ so drastisch sein müsse.
Wenn es um das Heil des Volkes dabei ginge, und nicht …
Die von der IG-Metall gestellte Forderung und die Aufregung in Wirtschaftskreisen darüber ist für den Ethikverband der Deutschen Wirtschaft e.V. nur schwer verständlich.
Die Argumentation von Herrn Peters zeugt kaum von wirtschaftlichem Sachverstand.
Der IG-Metall Chef Peters versucht seine Behauptung, dass die Wirtschaft locker eine 6,5 prozentige Lohnerhöhung verkraften könne, mit der These zu belegen, dass die Metallindustrie 2007 zusätzlich 26 MRD Euro erwirtschaften werde. Die Lohnsteigerung habe jedoch nur ein Volkumen von 12 MRD. Di…