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Pressemitteilung zum Boniverzicht der Deutschen Bank Vorstände

(openPR) Der Verzicht ist moralisch zu begrüßen
Die Verzicht von Herrn Ackermann und seinen Kollegen ist deswegen zu begrüßen, weil die Deutsche Bank gleichzeitig auf Inanspruchnahme des Rettungspaketes verzichtet. Der Bonus von Herrn Ackermann betrug im letzten Jahr rund 12 Millionen Euro. Einerseits politisch zu fordern, Bankmanager sollten auf Ihr Gehalt verzichten, und sich dann zu beschweren, wenn dies jemand freiwillig tut, ist unredlich. Der Vorwurf von Herrn Struck, es handle sich um eine Schauveranstaltung ist somit in hohem Maße unmoralisch.



Die Reaktionen auf die Finanzkrise sind inzwischen von Hysterie und Panik begleitet
Ausschließlich auf Bankmanager einzudreschen, zeugt von wenig Sachverstand. Es ist richtig, dass nicht wenige Manager von Banken Geschäfte gemacht haben, die unseriös und unredlich waren. Das gilt es aufzuarbeiten. Aber die Finanzkrise ausschließlich auf den Schultern der Banker abzuladen ist verwerflich.

Die politischen Äußerungen sind derzeit völlig überzogen
Die von Finanzminister Steinbrück an das Paket geknüpften Bedingungen, keine Dividenden, keine Boni, keine Abfindungen zu zahlen und Gehaltsbegrenzungen auf 500.000 Euro pro Jahr festzulegen, sind mehr als unsinnig. Für diese Vorschläge fehlt es an rechtlichen Voraussetzungen. Das dürfte Herrn Steinbrück durchaus bewusst sein. Herr Steinbrück bedient damit nur populistische Emotionen, und unterschlägt, dass er selbst als Ministerpräsident von NRW die Krise der stattseigenen Westdeutschen Landesbank begleiten durfte. Es waren in einigen Bundeesländern die Staatsbanken, die in erhebliche Krisen gerieten. Dort hatte offensichtlich die politische Aufsicht versagt.
Der Gipfel ist derzeit die Äußerung des Kanditaten der Linken für das Amt des Bundespräsidenten, er würde Herrn Ackermann verhaften lassen. Das lässt tief in die populistische Seele der Linken blicken.

Der Wunsch nach operativer Beteiligung der Politik ist kontraproduktiv
Der Wunsch der Grünen, aufgrund der Unterstützungsmaßnahmen auch ins operative Geschäft der Banken eingreifen zu dürfen, ist populistisch ideologischer Unsinn. Schon der Vater der sozialen Marktwirtschaft Ludwig Ehrhard meinte: "Ebenso wie bei einem Fußballspiel der Schiedsrichter nicht mitspielt, hat auch der Staat nicht mitzuspielen." Es käme sicher niemand auf die Idee, bei Versagen der Fußballnationalmannschaft Herrn Theo Zwanziger ins Tor zu stellen.

Die öffentlichen Angriffe auf Bankmanager verkennen mittlerweile die Ursachen und sind in hohem Maße unredlich
Ursache der Bankenkrise sind das Zusammenspiel von Politik, Banken und Anlegern. Es war politisch gewollt, dass auch ein mittelloser Amerikaner über Kredite zum Hausbesitzer wird. Gleichzeitig hat es die Politik international versäumt, passende rahmenpolitische Voraussetzungten zu implementieren. Nicht wenige Banken (jedoch bei weitem nicht alle!) haben aus dieser ökonomisch gefährlichen Kreditvergabe ein besonderes Geschäft gemacht, an dem sich nun Anleger beteiligt haben, die offensichtlich übersehen wollten, dass ein Risiko auch bedeutet, sein Geld zu verlieren.

Sinnvolle Maßnahmen sind gefordert
Der EVW ist der Überzeugung, dass die Politik die Aufgabe hat, sinnvolle Maßnahmen einzuleiten. Dazu gehören:
Die Haftung von Managern ist zu überprüfen und auszuweiten. Ein Manager muss für seine Entscheidungen die Verantowrtung übernehmen. Dazu gehört vor allem, für Fehlentscheidungen gerade zu stehen
Der Verkauf von Krediten muss ordnungspolitisch geregelt werden. Es kann nicht sein, dass die Bonität eines Kreditnehmers keine Rolle mehr spielt, sobald eine Bank ihre Kredite weiter verkauft.
Die Entlohnung der Manager muss endlich an nachprüfbare Kriterien gekoppelt werden. Mißerfolge dürfen nicht mit Abfindungen belohnt werden.
Die Produkte der Banken müssen kritsich überprüft werden. Der Verkauf von Assets und liquidity puts mit unkalkulierbarem Risiko muss auch politisch geregelt werden.

Ulf D. Posé
(Präsident)

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