(openPR) Auf der BVBB-Delegiertenkonferenz in Rotberg (13.03.09) haben 58 in den Ortsgruppen gewählte Delegierte den neuen BVBB – Vorstand gewählt, Marschroute und Ziele für die Arbeit der nächsten 2 Jahre besprochen, diskutiert und festgelegt.
Mit 98% der in geheimer Wahl abgegeben Stimmen wurde die seit September 2007 amtierende Vorsitzende Astrid Bothe (47Jahre) aus Bohnsdorf zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie folgt Ferdi Breidbach, der 7 Jahre den BVBB erfolgreich geführt hat. Nach seinem Rücktritt aus persönlichen Gründen wurde Ferdi Breidbach im November 2007 durch Beschluss des Beirats zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Ferdi Breidbach (70 Jahre) gab sein Wort, dass er, befreit von administrativen Aufgaben der Vereinsführung, sich mit aller Kraft auch in Zukunft für die Ziele des BVBB einsetzen werde. Unter Beifall der Delegierten bedankte sich die neue Vorsitzende bei Ferdi Breidbach für seine erfolgreiche Arbeit für den BVBB.
Die Delegierten wählten in ebenfalls geheimer Abstimmung, mit Stimmergebnissen zwischen 75 und 95%, die Beisitzer Achim Draebert, Klaus Dierke, Gernut Franke, Dagmar Rebel-Cortes, Gerrit Schrader und Matthias Stefke. Hans-Joachim Stefke wurde mit 98% der Stimmen erneut zum Schatzmeister gewählt
Astrid Bothe legte überzeugend dar, dass der BVBB für seine zukünftigen Auseinandersetzungen optimal gerüstet ist. „Unser Konzept beruht auf der Verpflichtung als Schutzorganisation für Mensch und Umwelt alle Kräfte zu mobilisieren.“
Insbesondere für die rechtliche Auseinandersetzung um den erwarteten Planfeststellungsbeschluss zu einer neuen Nachtflugregelung zum BBI erwartet sie eine neue Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen den neuen Planfeststellungsbeschluss. „Aller Propaganda zum Trotz muss der BVBB feststellen, dass es ein von Ministerpräsident Platzeck angekündigtes Bündnis am Boden nicht gibt“ erklärte Astrid Bothe. Es wird über Dialogforen geredet, aber eine Beteiligung der Bürger und des BVBB wird verweigert. Bisher wurden nur, auch mit Hilfe der Bürgermeister der Umlandgemeinden, die Interessen der FBS und der Politik abgesichert. Nachweisbar wurde für die Betroffenen, deren Forderungen der BVBB schon im Februar 2007 bekannt gemacht hatte, nichts erreicht. Der Zielkonflikt zwischen Interessen der FBS, den Gemeinden und den Betroffenen über jeweilige Ansprüche zu Verpflichtungen gegenüber den Folgen des BBI besteht ohne Abstriche nach wie vor. Mit allen Mitteln versuchen die Parteien ihren vermeintlichen Alleinvertretungsanspruch zur Vertretung von Bürgerinteressen abzusichern. Sie wollen vergessen machen, wer für Gesundheitsgefährdung, Lärmterror, Eigentumsvernichtung, Naturzerstörung und Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen verantwortlich ist.
Durch die Anerkennung des BVBB als Umweltverband kommen neue und umfangreiche Ausgaben auf den BVBB zu. Schon jetzt sei absehbar, erklärt Astrid Bothe, dass im Interesse der FBS erhebliche Folgen für FFH– und Naturschutzgebiete real werden. Behörden und Politik sollen wissen, dass der BVBB mit vollem Einsatz Eingriffe verhindern will, die im wirtschaftlichen Interesse zu Lasten der Natur durchgesetzt werden sollen.
Erfreulich sei, so berichtete der Schatzmeister Hans-Joachim Stefke, dass nach dem Verlust von über 1.000 Mitgliedern im Ergebnis der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes der Verein seit Monaten wieder eine positive Mitgliederentwicklung verzeichne.
Die Revisoren des Vereins bestätigten eine untadelige Kassenführung und die richtige Anlage der Beitrags– und Spendenüberschüsse.
Auf einer Mitgliederversammlung im April 2009 werden mit den Mitgliedern alle notwendigen strategischen und taktischen Fragen diskutiert und entschieden, die die Arbeit des BVBB in den nächsten 2 Jahren bestimmen werden.












