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Fünfzehn Tibeter in Lithang auf friedliche Protestaktion hin festgenommen

18.02.200917:47 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Fünfzehn Tibeter in Lithang auf friedliche Protestaktion hin festgenommen
Kloster von Lithangt
Kloster von Lithangt

(openPR) Auf die gestrige Soloaktion von Lobsang Lhundup, eines Mönches des Klosters Nekhor im Bezirk Lithang, TAP Kardze, hin, veranstaltete eine Gruppe von 15 Tibetern aus dem Bezirk Lithang heute früh eine ähnliche friedliche Aktion, wie dem Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD), www.tchrd.org, aus zuverlässiger Quelle mitgeteilt wurde.



Der Quelle zufolge zog der jüngere Bruder von Lobsang Lhundup, der 29jährige Sonam Tenpa, zusammen mit 14 weiteren Tibetern heute vormittag etwa zwei Stunden lang friedlich demonstrierend über den Haupt-Markplatz der Stadt Lithang. Sonam Tenpa, der den Marsch anführte, trug ein großes Portrait des Dalai Lama, um das ein traditioneller tibetischer Seidenschal drapiert war. Die friedlich demonstrierenden Tibeter gingen auf die Straße und riefen „Lange lebe der Dalai Lama“, „Unabhängigkeit für Tibet“, „Baldige Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet“ und „Keine Losar-Feierlichkeiten dieses Jahr“.

Augenzeugen berichten, daß „alle Demonstranten brutal zusammengeschlagen, mißhandelt und von den Sicherheitskräften von PSB und PAP gewaltsam in Militärlastwagen verfrachtet wurden. Sie sahen übel zugerichtet aus, waren verletzt und Blut lief ihnen aus der Nase, über Kopf und Arme.“

Bei den Festgenommenen handelt es sich um: „Sonam Tenpa, 29, Jampa Thokmey, 30, Gelek Kunga, 26, Lobsang Tenzin, 23, Lobsang Phendey, 37, Jampa Yonten, 30, Sanggey, 29, Jampa Tsering, 28, Lobsang Wangchuk, 30, Lobsang Tashi, 21, Gendun Choephel, 30, Dagye, 37, Gedhun, 29, Jampa, 40, und Amdo Gyaltsen, 41. Alle Festgenommenen kommen aus Nomadenfamilien, die sich in letzter Zeit in der Stadt Lithang niedergelassen haben.

Eine andere Quelle berichtet: „Zwei weitere Gruppen von Tibetern, einige, die dem 2007 verhafteten und verurteilten Ronggye Adrak nahestehen, sowie ein paar andere Bewohner von Lithang, wurden ebenfalls von PSB und PAP Kräften auf eine Protestdemonstration hin festgenommen. Wohin sie gebracht wurden und in welchem Zustand sie sich befinden, konnte nicht festgestellt werden. Auf die gestrige Protestaktion des Mönches hin wurden noch mehr Truppen in Lithang stationiert“.

Das TCHRD verurteilt den Einsatz brutaler Gewalt der chinesischen Sicherheitskräfte gegen friedlich demonstrierende Tibeter auf das Schärfste. Es ruft die chinesische Regierung auf, die 15 Tibeter sofort freizulassen, denn sie wurden nur verhaftet, weil sie ihre grundlegenden Menschenrechte wahrnahmen, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankert sind, ebenso wie in der chinesischen Verfassung und vielen anderen internationalen Vertragswerken, denen China beigetreten ist. Die Regierung der VR China sollte umgehend den Verbleib der Festgenommenen aufklären und unter allen Umständen für ihre physische und psychische Unversehrtheit bürgen.

Die Behörden sollten sicherstellen, daß die Festgenommenen in den Haftzentren keinen weiteren Mißhandlungen unterzogen werden, so wie es auf dem Marktplatz von Lithang bei vollem Tageslicht geschah. Das Zentrum erachtet den Fall als einen direkten Angriff auf die Freiheit der Meinung und freien Meinungsäußerung in Tibet.

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