(openPR) Der nordrhein-westfälische Brauereiverband informierte auf der Düsseldorfer Ausbildungsmesse „Berufe live“ zur Aktion „Don’t drink and drive“. Über 600 Schülerinnen und Schüler aus dem Rheinland traten mit gefühlten 1,3 Promille auf dem „Rausch-Parcours“ gegen die Schwerkraft an. Dabei blieben Koordination und Reaktionszeit auf der Strecke.
Düsseldorf.
Für Lena ist es ein ungewöhnliches Gefühl. Sie sieht nur verschwommen und kann sich kaum orientieren. Dabei hat die 17-jährige Schülerin aus Kaarst keinen Alkohol getrunken. Sie hat sich nur die Brille „Drunk Busters“ aufgesetzt. „Mit dieser Brille können wir 1,3 Promille simulieren“, sagt Jürgen Witt vom Brauereiverband NRW. „Und das ganz ohne einen einzigen Schluck Alkohol.“ Mit der Brille schafft es die Schülerin nicht, gerade zu gehen, einen Ball zu fangen oder Teile vom Boden aufzuheben. „Das ist krass“, wundert sich Lena. „Ich habe nicht gedacht, dass das so schwierig wird.“ Über 600 Jugendliche und ihre Eltern nutzten die Möglichkeit, während der Ausbildungsmesse „Berufe live“ in Düsseldorf, ihr Leistungsvermögen unter erschwerten Bedingungen zu testen. Von null auf 1,3 Promille.
Deshalb beteiligt sich auch der Brauereiverband NRW an der bundesweiten Kampagne. „Wir möchten dazu beitragen, dass die Zahl der alkoholbedingten Unfälle weiter reduziert wird“, so der Geschäftsführer zu den Beweggründen. „Vor allem junge Fahrer sollen weniger häufig an den so genannten Alkoholunfällen beteiligt sein. Daher wollen wir möglichst viele junge Verkehrsteilnehmer mit der Botschaft erreichen, dass Alkohol und Auto fahren nicht zusammenpassen.“
Die Fakten sprechen für sich: Über ein Viertel der alkoholisierten Unfallbeteiligten ist zwischen 18 und 24 Jahre alt, obwohl diese Gruppe nur etwa acht Prozent der Bevölkerung ausmacht. „Deshalb werden vor allem die jungen Fahrer angesprochen“, so Jürgen Witt weiter. „Ziel muss es sein, die Gesamtzahl der Alkoholunfälle weiter zu reduzieren.“
Das sieht auch der 18-jährige Fahranfänger Lars aus Bergheim so, der vor drei Monaten seinen Führerschein bestanden hat. „Ich finde die Aktion der Brauereien prima. Denn für mich gilt ja die Null-Promille-Grenze. Am Wochenende fahren wir regelmäßig in die Disko. Und nur wer absolut nichts getrunken hat, darf hinters Steuer unserer Fahrgemeinschaft. So kommen wir auf jeden Fall sicher an.“
Für Lena und all die anderen Jugendlichen und Erwachsenen, die sich in Düsseldorf auf den „Rausch Parcours“ begeben haben, steht fest. „Ich werde später, wenn ich meinen Führerschein in der Tasche habe, keinen Tropfen Alkohol trinken und mich dann hinters Steuer setzen. Das hier hat mich überzeugt.“









