(openPR) Am Anfang haben es nur ein paar Hinterbänkler gefordert, dann einzelne Bundesländer, und jetzt wird es wirklich ernst. Regierung und Opposition sind sich einig darüber, dass eine Null-Promille-Grenze für Fahranfänger während der zweijährigen Probezeit eingeführt werden soll. Dazu sind wir jetzt verbunden mit Alex Cohrs von der Auto-Bild in Hamburg. Hallo!
Schönen, guten Tag!
Frage:
Wann soll es denn so weit sein?
Antwort:
Das wird jetzt relativ schnell gehen. Der Herr Stolpe will wohl noch in diesem Sommer einen Gesetzentwurf in das Kabinett einbringen. Und da sich, wie gesagt, eigentlich alle Seiten einig sind, auch die Opposition, wird das wohl relativ zügig über die Bühne gehen können.
Frage:
Gegner der Null-Promille-Grenze waren unter anderen die Länder-Verkehrsminister. Warum eigentlich?
Antwort:
Die Länder-Verkehrsminister haben immer gesagt, dass es natürlich relativ schwer zu kontrollieren ist, so eine Null, Null-Promille-Grenze und natürlich auch schwer zu ahnden. Das liegt einfach daran, dass selbst in Fruchtsäften minimale Alkoholanteile enthalten sind. Und wie wollen Sie jetzt sagen, der Junge hat jetzt einen Apfelsaft getrunken, deshalb können wir ihm ja nicht den Führerschein wegnehmen. Das war eigentlich immer das Gegenargument.
Frage:
Wie häufig sind alkoholisierte Fahranfänger überhaupt an Unfällen beteiligt?
Antwort:
Das ist schon ein relativ großes Problem. Es gibt darüber Statistiken. Man sagt, sie sind an jedem dritten Alkoholunfall beteiligt. Und der Alkohol dann auch noch in Verbindung mit der Unerfahrenheit, die sie haben und manchmal ja auch mit einer gewissen Risikobereitschaft, das ist schon eine gefährliche Mischung.
Frage:
Im europäischen Ausland gibt es zahlreiche Sonderregelungen für Fahranfänger. So gilt für sie in Frankreich beispielsweise ein generelles Tempolimit von 110 km/h. Wäre so etwas auch in Deutschland denkbar? Der Verkehrssicherheit würde es ja nicht schaden.
Antwort:
Das ist aber wiederum eine Frage, wie Sie das kontrollieren wollen. In Frankreich funktioniert das ja dadurch, dass die Leute gezwungen sind, als Fahranfänger so ein großes A am Schild anzukleben. Und das ist auch Pflicht. Selbst in Frankreich ist das nicht ganz einfach, weil zum Beispiel deutsche Fahranfänger, die sind ja nicht verpflichtet, sich irgendetwas auf das Auto zu kleben. Das ist alles ganz schwer zu kontrollieren. Also, Sie müssten dann auch gleich den Zwang einführen, irgendeine Kennzeichnung für die Fahranfänger zu haben. Da ist diese Promille-Geschichte schon einfacher.
Das war Alex Cohrs von der Auto-Bild. Vielen Dank!
Gern geschehen!
Den Beitrag können Sie als mp3-file unter folgendem Link erreichen:
http://www.audioetage.de/bh/k/index.php?area=1&p=news&newsid=188
weitere Informationen:
audioetage
Telefon: 030-39889 300
Telefax: 030-39889 334

















