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VDP enttäuscht über Ergebnisse des Bildungsgipfels

23.10.200817:14 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Bildungsinvestitionen sind nötig, und zwar jetzt Größere Freiräume für Schulen gefordert

Berlin. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) ist enttäuscht über das Ergebnis des Bildungsgipfels. VDP-Bundesgeschäftsführerin Julia Schier erklärt: „Wir haben uns von diesem Gipfel mehr versprochen. Unnötiges Kompetenzgerangel zwischen Bund und Ländern auf Kosten klarer Entscheidungen verhindert die dringend benötigte Entwicklung Deutschlands zur Bildungspolitik. Insbesondere im Schulbereich muss es endlich Fortschritte geben. Unsere Schulen brauchen größere pädagogische Freiräume, und zwar unabhängig von ihrer Trägerschaft. Sie müssen vor allem in Personal- und Finanzfragen selbst entscheiden können. Aufgabengerechte Freiräume sind ausschlaggebend für die Qualität unseres Schulwesens. Bildung ist unsere wichtigste Ressource und wesentlich für den Erhalt der Konkurrenzfähigkeit unseres Landes. Durch das föderale Hin und Her setzen wir diese Zukunft aufs Spiel.“

Auch der Weiterbildung müsse endlich ein angemessener Stellenwert eingeräumt werden: „Zwar begrüßen wir die Pläne von Bund und Ländern, die Bildungsausgaben auch in diesem Bereich schrittweise zu erhöhen. Dieses Versprechen ist jedoch ohne klare Verteilung von Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten kaum etwas wert. Was wir brauchen, sind konkrete finanzielle Zusagen, die für mehr Planungssicherheit bei den Bildungsträgern sorgen und die Weiterbildungsmotivation der Menschen stärken. Bildungsprämie und Sparkonten reichen hier nicht aus. Als Prämisse muss gelten: Bildungsinvestitionen sind Zukunftsinvestitionen. Jeder Euro, der in Bildung investiert wird, zahlt sich doppelt aus“, betont Schier.

Der VDP, der neben allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen auch rund 1.000 Weiterbildungseinrichtungen in freier Trägerschaft vertritt, hatte vor dem Gipfel bei einem Pressegespräch gemeinsam mit weiteren Bildungsverbänden deutlich mehr Investitionen in Bildung gefordert. Es sei wichtig, die Koalitionsvereinbarungen hinsichtlich einer Weiterbildung mit System endlich umzusetzen.

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