openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Landwirtschaft Schweiz: Schöne neue Gentech-Welt

01.01.200410:00 UhrVereine & Verbände

(openPR) 30. Oktober 2003 - Unter erheblichem politischem Druck erteilte das BUWAL heute die Bewilligung zum Weizen-Versuch der ETH in Lindau. Obwohl Umweltschutzverbände wie der Basler Appell gegen Gentechnologie und sogar die nationale Ethikkommission den Versuch als überflüssig und gefährlich beurteilen.

Das BUWAL kann einem leid tun. Es ist nicht sicher, was seinem Image mehr schaden wird: Der äusserst unpopuläre positive Entscheid für den Freisetzungsversuch der ETH oder die Tatsache, dass ihm das Budget derart zusammengestrichen wurde, dass man daran zweifeln muss, dass es seine Funktion überhaupt noch richtig ausüben kann.

Es ist erstaunlich, wie zäh und uneinsichtig die ETH Zürich an ihrem Weizen-Versuch festhält: Denn die geplante Freisetzung ist nicht nur unnötig, weil der Stinkbrand beim Weizen keine Krankheit darstellt, die man nicht mit alternativen Mitteln bekämpfen kann. Nein, auch die Fachwelt wird den Kopf schütteln über einen Versuch, den man nicht länger als zeitgemäss bezeichnen kann, was Inhalt und Methodik angeht. Liegt die ETH mit Ihrer Pflanzenforschung total im Abseits? Mit veralteten Methoden und vollkommen neben den Bedürfnissen der Schweizer Bevölkerung und der Landwirtschaft, wo doch gerade die Forschung der ETH durch öffentliche Gelder erst ermöglicht wird?

Ebenso erstaunlich ist, dass der konsequenten Ablehnung der Ethikkommission für die Gentechnik im ausserhumanen Bereich bei der Frage nach der Bewilligung keine Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Eine gefährliche Sache, wenn man bedenkt, dass stets damit argumentiert wird (vor allem auch im medizinischen Bereich), dass alle Versuche mit Anwendungen der Gentechnik der strengen Beurteilung verschiedener Ethikkommissionen unterliegen. Wird hier nicht eindrücklich demonstriert, dass auch Ethikkommissionen nur eine Scheinfunktion ausüben?

Schade, dass nun auch die Schweiz von der Karte der gentechfreien Zonen und Länder gestrichen werden wird. Der Eintritt in die Gentech-Welt wird auch in der Schweiz erfolgen, wenn nicht engagierte Umweltverbände weiterhin verhindern können, dass dieser unnütze Weizen freigesetzt werden wird. Der Basler Appell gegen Gentechnologie verurteilt die Freisetzung des ETH-Weizens aufs schärfste und wird den Widerstand der betroffenen Anwohner weiter nach Kräften unterstützen.

Für Rückfragen: Pascale Steck, Basler Appell gegen Gentechnologie, 061 692 01 01

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 25307
 112

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Landwirtschaft Schweiz: Schöne neue Gentech-Welt“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Basler Appell gegen Gentechnologie

Genschutz light» ist uns zu fade
Genschutz light» ist uns zu fade
« Heute morgen wurde die Gentechfrei-Initiative lanciert. Der Vorstand des Basler Appells gegen Gentechnologie hat beschlossen, zwar zum Unterschreiben aufzurufen, sich aber nicht an der Lancierung der Initiative zu beteiligen. Die Forderungen der Gentechfrei-Initiative gehen selbstverständlich auch aus Sicht des Basler Appells gegen Gentechnologie in die richtige Richtung. Wir sind erfreut, dass sogar der Bauernverband endlich die Risiken im Bereich Gentechnologie ernst nimmt und sich aktiv dafür engagieren will, seine Mitglieder davor zu…
Der Embryonenforschung einen Riegel schieben
Der Embryonenforschung einen Riegel schieben
15. April 2003 - Auch die nationalrätliche Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (N-WBK) scheint ratlos. Der Basler Appell gegen Gentechnologie kritisiert, dass gestern Montag auch die N-WBK auf das Embryonenforschungsgesetz eingetreten ist. Zu hoffen bleibt, dass man in der Detailberatung auf die Version des Bundesrats zurückkommen wird und den Vorschlag des Ständerats kippt. Schlimm genug, dass der Ständerat sich dem Tempo der stets vorauseilenden Forschung anpassen will und in Hochgeschwindigkeit ein Gesetz vorlegt, das den Umga…

Das könnte Sie auch interessieren:

BAG-Entscheid: Affront gegenüber Konsumentinnen und Konsumenten
BAG-Entscheid: Affront gegenüber Konsumentinnen und Konsumenten
… Bevölkerung. Gentechnisch veränderte Lebensmittel werden von der Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer abgelehnt. Dies wurde auch von den Vertretern der Lebensmittelbranche sowie der Landwirtschaft an einer Medienkonferenz vom 14. Oktober nochmals deutlich bekräftigt. Bis heute finden wir dank der Phalanx aus Umweltschutzorganisationen wie dem Basler …
Greenpeace-AktivistInnen besetzen Gentech-Versuchsfeld
Greenpeace-AktivistInnen besetzen Gentech-Versuchsfeld
Lindau/Zürich. Über 40 Greenpeace-AktivistInnen haben heute am frühen Morgen in Lindau/ZH das ETH-Versuchsfeld besetzt, auf dem vor einer Woche Gentech-Weizen ausgesät worden ist. Die UmweltschützerInnen ketteten sich an den Käfig über dem Versuchsfeld, nachdem sie diesen mit weissem Stoff eingehüllt hatten. Auf der Umhüllung sind Warnsignale mit der Botschaft «Achtung genmanipuliert!» angebracht. Mit «Stopp Gentechweizen»-Transparenten fordern die AktivistInnen die ETH auf, das sinnlose Gentech-Experiment abzubrechen und die gefährliche Saat…
BUWAL ignoriert Ethikkommission und bewilligt Türöffner-Experiment mit Gentech-Weizen / Umweltschütz
BUWAL ignoriert Ethikkommission und bewilligt Türöffner-Experiment mit Gentech-Weizen / Umweltschütz
… Die Wellen lassen sich mit der heutigen Bewilligung aber bestimmt nicht glätten.Hintergrund-Informationen unter www.greenpeace.ch oder bei:Bruno Heinzer, Gentech-Experte Greenpeace Schweiz, 079 / 400 88 31Greenpeace-Medienabteilung, 01 / 447 41 11 Yves Zenger (Media Officer)GREENPEACE SchweizHeinrichstrasse 147Postfach8031 Zürich/SwitzerlandTel. 01 / …
Gentech in Nesquik: Chinesische Konsumentin klagt Nestlé ein und fordert Treffen mit Konzernchef Bra
Gentech in Nesquik: Chinesische Konsumentin klagt Nestlé ein und fordert Treffen mit Konzernchef Bra
Zürich/Vevey. Zhu Yangling aus Shanghai ist heute in die Schweiz gereist, um gegen die Gentech-Politik von Nestlé zu protestieren. Die Mutter eines dreijährigen Sohnes fordert von Nestlé-Chef Brabeck, keinen Gentech-Food mehr zu produzieren. Eine Greenpeace Untersuchung hat sie darauf aufmerksam gemacht, dass das Nesquik, das sie jeden Morgen mit ihrem …
Greenpeace-Aktion: Trotz laufendem Verfahren erhält ETH grünes Licht für Gentech-Weizen
Greenpeace-Aktion: Trotz laufendem Verfahren erhält ETH grünes Licht für Gentech-Weizen
… und die sie unterstützenden Organisationen werden sich nicht geschlagen geben. «Gerade in der kleinräumigen Schweiz ist ein Nebeneinander von gentechfreier und konventioneller Landwirtschaft nicht möglich. Die Schweizer Bauern haben dies erkannt und setzen klar auf eine nachhaltige Produktionsweise ohne Gentechnik. Unter dem Deckmantel der Forschung …
Gentechnik und Nutztiere - Vorträge, Foren, Workshops am 19.11. in Börtewitz b. Leisnig/Sachsen
Gentechnik und Nutztiere - Vorträge, Foren, Workshops am 19.11. in Börtewitz b. Leisnig/Sachsen
… Zukunft für unsere Nutztiere? ist am Freitag, dem 14. 11. Die Teilnahme kostet 25 Euro. Kurzentschlossene können gern danach noch anfragen. Die Anmeldung erfolgt beim Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Sachsen, Dresdner Str. 13a, 01737 Tharandt, Fon 035203. 31816, Fax 035203. 37936, Mail Online http://www.sachsen-gentechnikfrei.de
UVEK erlaubt Aussaat von Gentech-Weizen – Greenpeace und Anwohner kämpfen weiter
UVEK erlaubt Aussaat von Gentech-Weizen – Greenpeace und Anwohner kämpfen weiter
… Leuenberger die Förderung akademischer Karrieren und die finanziellen Interessen der Agro-Industrie höher als den Schutz von Umwelt, Gesundheit und ökologischer, einheimischer Landwirtschaft. Greenpeace wird zusammen mit der Bevölkerung vor Ort gewaltlos Widerstand gegen das überflüssige und gefährliche Gentech-Experiment leisten und einen Weiterzug …
AnwohnerInnen und Greenpeace rekurrieren gegen Freisetzungsentscheid von Gentech-Weizen in Lindau
AnwohnerInnen und Greenpeace rekurrieren gegen Freisetzungsentscheid von Gentech-Weizen in Lindau
… UVEK hatte den ursprünglich ablehnenden BUWAL-Entscheid gekippt und das Umweltamt zur heutigen Bewilligung gezwungen. Dass der Schutz von Umwelt, Gesundheit und ökologischer Landwirtschaft zu Gunsten eines fragwürdigen und überflüssigen Experiments aufs Spiel gesetzt wird, ist nicht akzeptabel. AnwohnerInnen von Lindau und Greenpeace rekurrieren nun …
Schweizer Gentech-Kennzeichnung gegenüber neuem EU-Gesetz im Rückstand
Schweizer Gentech-Kennzeichnung gegenüber neuem EU-Gesetz im Rückstand
… neue EU-Gesetzgebung zu Gentech-Lebens- und –Futtermitteln (GVO) in Kraft getreten. Die neue Gesetzgebung enthält nach wie vor Lücken, ist aber rigider als die schweizerischen Deklarationsbestimmungen. So gilt beim Tierfutter in der EU eine Deklarationslimite von 0,9 Prozent gegenüber 3 Prozent in der Schweiz. Hochverarbeitete Gentechprodukte wie Öle, …
Biosafety-Protokoll: Schweiz soll Konsequenzen ziehen
Biosafety-Protokoll: Schweiz soll Konsequenzen ziehen
… ein. Der Basler Appell gegen Gentechnologie fordert, dass das Bundesamt für Gesundheit als Konsequenz die erteilten Bewilligungen für Gentech-Lebensmittel zurückziehen soll. Auch die Schweiz hat das Cartagena-Protokoll über die Biologische Sicherheit unterschrieben und im März 2002 ratifiziert. Das Abkommen liegt auf gleicher Stufe wie die Freihandelsabkommen …
Sie lesen gerade: Landwirtschaft Schweiz: Schöne neue Gentech-Welt