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BAG-Entscheid: Affront gegenüber Konsumentinnen und Konsumenten

01.01.200410:00 UhrVereine & Verbände

(openPR) 31. Oktober 02

Nach dem positiven Entscheid von Bundsrat Leuenberger zur Freisetzung von Gentech-Weizen der ETH und einem vom Nationalrat verwässerten Gen-Lex wird nun auch das BAG weich: Es verlängert die Zulassungen für den Import von Gentech-Soja und GVO-Vitamin B12 . Einmal mehr ignoriert eine Behörde die breite Ablehnung von Gentech-Lebensmitteln in der Schweizer Bevölkerung.

Gentechnisch veränderte Lebensmittel werden von der Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer abgelehnt. Dies wurde auch von den Vertretern der Lebensmittelbranche sowie der Landwirtschaft an einer Medienkonferenz vom 14. Oktober nochmals deutlich bekräftigt. Bis heute finden wir dank der Phalanx aus Umweltschutzorganisationen wie dem Basler Appell gegen Gentechnologie und der Lebensmittelbranche keine Gentech-Lebensmittel in den Regalen der Schweizer Grossverteiler.

Es scheint, alle sind sich einig: Gentechnologie im Lebensmittel- und Landwirtschaftsbereich hat in der Schweiz nichts verloren. Dennoch zeigt sich das Bundesamt für Gesundheit (BAG), zuständig für die Zulassung von Gentech-Lebensmitteln in der Schweiz, ignorant. Unter strikter Verkennung dessen, was Schweizerinnen und Schweizer fordern, wurde heute die bereits 1996 erteilte Zulassung für den Import von Gentech-Soja der Firma Monanto (Roundup-Ready, Zulassung als Lebens- und Futtermittel) um weitere fünf Jahre verlängert. Das Gleiche gilt für ein auf gentechnischem Weg hergestelltes Vitamin B12 von Aventis. Der Basler Appell gegen Gentechnologie verurteilt eine solche Missachtung der öffentlichen Meinung aufs Schärfste. Seit Jahren fordern wir neben einem Moratorium für Freisetzung und kommerzielle Nutzung von Gentech-Pflanzen ein Importverbot für Gentech-Food.

 

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei:

Pascale Steck, Geschäftsführerin Basler Appell gegen Gentechnologie, Fon: 061 692 01 01, Fax: 061 693 20 11

Basler Appell gegen Gentechnologie

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