(openPR) STUTTGART, 18.10.2008 Das Thema "Bildungsmisere" stand am Samstag im Mittelpunkt des Landesparteitags der Ökologisch-Demokratischen Partei / Familie und Umwelt (ödp) in Stuttgart.
Die ödp steht für den Erhalt des gegliederten Schulsystems ab der vierten Klasse Grundschule, fordert aber eine größtmögliche Durchlässigkeit. Sie tritt für kurze Wege zu den Schulen ein. Insbesondere Grundschulen im ländlichen Raum sind zu erhalten. Längere Schulwege belasten die Schülerinnen und Schüler und schädigen die Umwelt. Wesentlich ist die Reduzierung der Klassenstärke auf maximal 25. Die regulären Lehrkräfte sollen durch sozialpädagogisch ausgebildetes Fachpersonal unterstützt werden, um Erziehungsdefizite auszugleichen und lernschwächere Schüler gezielt zu fördern.
Besondere Bedeutung misst die ödp der Überprüfung deutscher Sprachkenntnisse bereits im Vorschulalter bei. „Die kindgerechte Vermittlung guter Kenntnisse der deutschen Sprache durch dafür ausgebildetes Personal mit besserer Bezahlung muss möglichst gleiche Startchancen bei Schuleintritt sicherstellen, indem Sprachmängel bei Kindern aus bildungsfernem Elternhaus so weit wie möglich behoben und die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund gezielt gefördert werden“, so der Landesvorsitzende Bernd Richter.
Vertieft wurde die Diskussion der Delegierten durch eine Diskussion mit dem Vorsitzenden des Philologenverbandes Baden-Württemberg, Bernd Saur, der betonte, dass zu langes gemeinsames Lernen die leistungsstarken Schüler benachteilige und die leistungsschwachen nicht genügend fördere. Mit dem Thema Bildung steigt die ödp in ihren Wahlkampf für die Kommunalwahl im Juni 2009 ein. „Unser wirtschaftlicher Erfolg beruht auf gut ausgebildeten Menschen. Nur sie sichern den vom Mittelstand geprägten Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg in einer globalisierten Welt. Diese direkte Investition in die Zukunft zahlt sich aus“, so der stellvertretende Landesvorsitzende Kilian Kronimus.












