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Einem Unrecht begegnen - Runde Tische gegen Beschneidung von Mädchen

12.08.200809:19 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Einem Unrecht begegnen - Runde Tische gegen Beschneidung von Mädchen

(openPR) Auch in Deutschland sind mehrere tausend Mädchen von weiblicher Genitalbeschneidung bedroht. Bis heute sind jedoch keine Fälle öffentlich geworden oder zur Anzeige gelangt. Denn die genitale Verstümmelung von Mädchen findet unter äußerster Geheimhaltung statt.



Um diese Kinder zu schützen und den bereits betroffenen Mädchen und Frauen in ihrer Notlage zu helfen, hat Aktion Weißes Friedensband gemeinsam mit vielen Organisationen die Initiative „Nein zu Beschneidung von Mädchen“ gestartet. Ein zentrales Element darin nimmt die Schutzaktion „Runde Tische“ ein. Vorhandene Kompetenzen in Kommunen und auf Landesebene werden gebündelt, ein breites Bündnis aus Politik, Behörden, Berufsverbänden und Organisationen ist entstanden.

Diese Arbeit wurde bis jetzt von Aktion Weißes Friedensband ehrenamtlich durchgeführt und braucht dringend finanzielle Unterstützung. Das Ehepaar Bethe war von unserem beharrlichen Engagement beeindruckt und fördert mit seiner Stiftung die „Runden Tische“ in Nordrhein-Westfalen: „Das Schicksal der kleinen Mädchen, die von Genitalbeschneidung bedroht sind, hat uns sehr berührt. Die Zerstörung eines unversehrten Körpers kann nicht hingenommen werden!“

Die Bethe-Stiftung gibt damit ein Signal an alle, die die Arbeit der „Runden Tische gegen Beschneidung von Mädchen“ unterstützen wollen: Wer innerhalb der nächsten drei Monate auf das Konto von Aktion Weißes Friedensband eine Spende mit dem Stichwort „Runde Tische“ überweist, kann dies mit der Gewissheit tun, dass dieser Betrag verdoppelt wird. Das gilt, bis Spenden in Gesamthöhe von 4.000 Euro erreicht werden.

Nordrhein-Westfalen ist das erste Bundesland, in dem sich auf Landesebene ein „Runder Tisch gegen Beschneidung von Mädchen“ gebildet hat. Gemeinsam ermitteln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Handlungsbedarf und ob es bereits bestehende Angebote gibt, die genutzt werden können. Ziel ist es, mit konkreten Maßnahmen die medizinische, soziale und rechtliche Situation der betroffenen Frauen zu verbessern und Mädchen vor Beschneidung zu schützen. Denn oftmals führen eingewanderte Familien ihre Tradition fort und lassen ihre Töchter beschneiden. Viele Behörden und Fachkräfte, die mit diesen Menschen zu tun haben, wissen nichts über das Thema. Deshalb müssen sie informiert und sensibilisiert werden.

Die Eheleute Bethe möchten mit den von ihrer Stiftung geförderten Projekten einen kleinen Beitrag zu mehr Humanität und Toleranz in der Gesellschaft leisten. Sie fassten schon früh den Entschluss, den Teil ihres selbst erarbeiteten Vermögens, den die Familie nicht benötigt, für mildtätige Zwecke auszugeben. Aus diesem Grund haben sie die Bethe-Stiftung errichtet und seit ihrer Gründung im Jahr 1996 bereits über 200 Projekte im sozialen Bereich mit insgesamt 2,8 Millionen Euro gefördert. Förderschwerpunkte sind bundesweite Hilfen zur Errichtung von Kinderhospizen sowie die Unterstützung von Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen, die sich gegen Kindesmissbrauch einsetzen.

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