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Schule ist kein Ersatz für das Elternhaus

19.06.200820:58 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Nach der PISA-Studie trieben die politischen Schnellschüsse im Hinblick auf Ganztagsbetreuungen seltsame Blüten. Seit ihrem Erscheinen üben sich unsere Politiker in hektischem Aktionismus. Es wird experimentiert, neu konzipiert und schließlich nachgebessert, was das Zeug hält. Als Allheilmittel wird uns seit geraumer Zeit die Ganztagsschule angepriesen. So hat schließlich auch in Bayerns Hauptschulen die zwangsweise ganztägige Verschulung Einzug gehalten.



Daß in Ländern mit Ganztagsschulsystem bessere schulische Leistungen erzielt werden, ist jedoch nicht auf die Ganztagsbetreuung zurückzuführen. Meist sind dort die Rahmenbedingungen, wie beispielsweise die Klassengrößen oder die finanzielle Ausstattung der Schulen erheblich besser. Auch die Kommunikation zwischen Lehrern und Eltern verläuft dort häufig zielgerichteter und effektiver und vielfach gibt es für „Problemschüler“ pädagogische Unterstützung durch Fachpersonal.

Die Bayernpartei begrüßt zwar die Schritte der Staatsregierung, die zu einer größeren Praxisorientierung in den Lehrplänen geführt haben, sie lehnt aber die Hauptschule als zwangsweise Ganztagsschule entschieden ab. In der Praxis hat sich diese Konzeption keineswegs bewährt. Mangels Schülermensa wird an vielen Schulen das Mittagessen in den Klassenzimmern oder gar in Aulen oder Turnsälen gereicht. Für die Zubereitung der Mahlzeiten fehlt vielerorts eine ausreichend ausgestattete Küche ebenso wie das Personal zur adäquaten Betreuung am Nachmittag.

Eine weitere Kehrseite der „neuen“ Hauptschule ist dagegen in vielen Bereichen spürbar: Vereine klagen über Nachwuchsmangel, viele Schüler haben schlicht keine Zeit mehr, sich in sportlichen oder kulturellen Belangen zu engagieren. Gerade in Großstädten, wo die Sportvereine schon immer in erheblicher Konkurrenz zu anderen Freizeitangeboten standen, verschärft sich das Problem. Durch die übertriebene Einengung des Tagesablaufs auf Schule und Lehrinhalte kommen soziale Kontakte im Rahmen von sportlichen oder kulturellen Aktivitäten zu kurz.

Daß es gerade bei berufstätigen Eltern den Wunsch nach Nachmittagsbetreuung der Kinder gibt, verkennt auch die Bayernpartei nicht. Das Ganztagesangebot muss sich jedoch nach dem regionalen Bedarf richten und nicht nach dem Drang des Kultusministeriums zu einheitlicher Regelung. Auch ein bedarfsgerechter Ausbau von Hortplätzen käme den Wünschen vieler Eltern entgegen.

Nicht von ungefähr werden Eltern auch als Erziehungsberechtigte bezeichnet, alleine sie sind demzufolge zur Erziehung berechtigt und nicht der Staat. Die Bayernpartei plädiert deshalb für ein Schulsystem, in dem Schüler und Eltern die Wahlmöglichkeit haben zwischen Vormittagsschule, Hortplatz und Ganztagsschule.

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