(openPR) In den letzten Jahren haben sich die Anforderungen an Auszubildende in Unternehmen verändert: Kommunikationsfähigkeit, strukturiertes Denken und Handeln, soziale Kompetenzen und die Anwendung von gezielten Lerntechniken sind wichtiger geworden. Die Erfahrung vieler Ausbilder und Ausbildungsleiter zeigt regelmäßig auf, dass vielen Azubis grundlegende Kompetenzen nur sehr vage vermittelt werden, sei es durch das Elternhaus oder auch durch die Schule bedingt: Unternehmen müssen während der Ausbildung nicht nur elementares Schulwissen vertiefen sondern auch grundlegende Techniken, wie z.B. Merk- und Konzentrationsfähigkeit, Lernstrategien, kommunikative und soziale Kompetenzen. Im Hinblick auf die anstehenden Zwischen- und Endprüfungen sind die zusätzlichen Lehrmaßnahmen elementar wichtig geworden, damit die jungen Azubis diese Hürden bestehen können. Unternehmen beklagen sogar häufiger psychische Auffälligkeiten von Jugendlichen, die Bandbreite ist gegeben von mangelnder Konzentrationsfähigkeit bis hin zu Abhängigkeiten von Drogen. Zum Glück ist letzteres ein Einzelfall.
Stärker denn je ist jedoch eine Vernetzung von Elternhaus, Schule und Unternehmen notwendig. Vielen Eltern sind die gestiegenen Anforderungen an die Azubis häufig nicht bewusst. Ziel ist es, dass möglichst viele der Jugendlichen die Prüfungen bestehen. Darüber hinaus möchte das Unternehmen erfolgreiche Azubis auch binden, damit diese eine berufliche Perspektive entwickeln können.
Viele der ausgeschriebenen Ausbildungsstellen können mittlerweile aufgrund der nicht gegebenen Voraussetzungen der Jugendlichen mittlerweile auch nicht mehr besetzt werden.
Gezielte Rekrutierungsmaßnahmen sind notwendig geworden: Vom Bewerbungstraining, welche sogar von Unternehmen angeboten werden bis hin zu gezielten Praktika, wo man sich auf beiden Seiten kennenlernen kann und somit die gegenseitige Eignung geprüft wird.
Die Erfahrung von Ausbildungsleitern, welche mittlerweile auch von wissenschaftlichen Studien begleitet werden, zeigen auf, dass Unternehmen gezielte Fördermaßnahmen, insbesondere in der kommunikativen und sozialen Kompetenz, speziell für junge Auszubildende konsequent anwenden müssen, wenn die Ausbildung auf beiden Seiten auf Erfolg gerichtet sein soll.
Es besteht die Notwendigkeit von Pflichtveranstaltungen für Azubis. In der systemischen Praxis ist es jedoch elementar, dass auch Ausbilder und Ausbildungsleiter auf diese veränderten Bedingungen geschult werden müssen, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Bleiben diese Maßnahmen aus, ist der Prüfungserfolg der Jugendlichen nachweislich gefährdet.













