(openPR) Berlin, 17.06.2008 – Die Regionalgruppe Berlin-Brandenburg der Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) protestiert am 20.6.2008 gegen den Lauf der Olympischen Fackel durch die tibetische Hauptstadt Lhasa. Als Zeichen der Solidarität mit dem tibetischen Volk ruft sie zu einer Mahnwache vor der chinesischen Botschaft in Berlin-Mitte auf.
Mit ihrer Aktion weisen die Tibet-Unterstützer auf die Gefahr weiterer Gewalt im Zuge des Olympischen Fackellaufs durch die besetzten tibetischen Regionen hin. „Die chinesischen Behörden haben angekündigt, gegen erneute Proteste mit aller Härte durchzugreifen“, erklärt Petra Zoerner, Sprecherin der TID-Regionalgruppe Berlin. „Die Fackel durch Tibet zu tragen ist angesichts der Gewalt und Unterdrückung der letzten Monate eine verantwortungslose Provokation des tibetischen Volkes.“
Die TID kritisiert vor allem das Internationale Olympische Komitee (IOC) für sein Festhalten an der Fackelroute und für sein Schweigen zur anhaltenden Einschränkung der Pressefreiheit in Tibet. „Die freie Berichterstattung in ganz China war Bedingung für die Vergabe der Olympischen Spiele“, sagt Zoerner weiter. „Doch seit den Unruhen im März wird Journalisten und internationalen Beobachtern der Zugang zu Tibet verwehrt."
Allein in den letzten Wochen haben die chinesischen Behörden zahlreiche Proteste gewaltsam unterbunden. So sind seit Anfang Mai allein in der Provinz Sichuan mindestens 80 Personen festgenommen worden. Gleichzeitig sind die "patriotischen Erziehungsmaßnahmen" in den tibetischen Klöstern verschärft worden.







