(openPR) Der Ölpreis bewegt sich in der Nähe der letzte Woche erreichten Rekordzahlen seitwärts. Aufgrund der Nachrichten aus der Ölwelt über Angebot und Nachfrage, die im Normalfall den Ölpreis bestimmen, ist das aktuelle Ölpreis-Niveau nicht gerechtfertigt. Die vorliegenden Marktdaten würden eigentlich für tiefere Ölpreise sprechen – wäre da nicht der spekulative Einfluss enormer Mengen von Risikokapital, die aus den derzeit unattraktiven Währungs- und Aktien- in die lukrativer scheinenden Rohwarenmärkte umgeschichtet worden sind und weiterhin umgeschichtet werden. Solange dieser Umstand nicht ändert, ist nicht mit deutlich sinkenden Ölpreisen zu rechnen, unabhängig davon, wie die reale Versorgungslage aussieht. Diese präsentiert sich ‚normal’, sieht man von den immer wieder auftretenden Produktions-Ausfällen in politisch unsicheren Förderländern ab (Nigeria z.B.). Aussergewöhnlich ist die Nachfrageprognose der Internationalen Energie-Agentur. Bereits zum zweiten Mal in wenigen Monaten korrigiert sie vor allem wegen der amerikanischen Finanzkrise ihre mutmassliche Ölnachfrage für die kommenden Monate nach unten. Die Bevorratung der wichtigen Industrieländer liegt derzeit unter den vergleichbaren Vorjahreswerten, Grund dafür ist vor allem die unzureichende Verfügbarkeit der US-Ölraffinerien. Die für die Weltwirtschaft verfügbaren Rohölmengen sind aber ausreichend, die OPEC verfügt sogar über Förderreserven.













