(openPR) Am 8. April feiern Roma und Sinti ihre Nation. „Die Situation der Community ist noch immer beschämend“, sagt Sprecher Branislav Nikolic. „Europa hat seine Hausaufgaben nicht gemacht. Das werden wir am Internationalen Roma- und Sinti-Tag aufzeigen und natürlich auch unseren Tag würdig feiern.“
Am 8. April 1971 erhielt das Volk von Roma und Sinti in London ihre Anerkennung als eigenständige Nation – samt Flagge und Nationalhymne. In Wien wird dieser Tag heuer um 16.30 Uhr mit einem Schweigemarsch vom Wiener Europaplatz beginnen und mit einem musikalischen Festival im Haus der Begegnung in Rudolfsheim im 15. Bezirk enden. Ein „Runder Tisch“ zu aktuellen politischen Themen sowie Kunst-Ausstellungen werden den Tag abrunden.
„Europa ist nicht in der Lage, unsere Grundrechte zu schützen“, so Branislav Nikolic, Pressesprecher der Roma- und Sinti-Organisationen. „Ein Paar Beispiele: Zwangs-Sterilisierung unserer Frauen in Tschechien 2005, Vertreibungen aus unseren grundbuchrechtlich eingetragenen Wohnungen in Italien, Slowenien, Serbien, Tschechien und der Türkei, die bis heute laufen. Im Kosovo Vergewaltigungen, Morde und Vertreibungen unter den Augen von UNO-Truppen. Unsere Kinder werden noch immer in Sonderschulen abgeschoben. Kaum ein Arbeitgeber stellt Roma ein, kaum ein Wohnungsbesitzer vermietet an uns. Europa muss endlich zeigen, dass gleiches Recht für alle gilt!“
Sechs Roma und Sinti-Organisationen veranstalten und finanzieren heuer den 8. April. Neben der politische Diskussion wird die Künstlerin Melanie Kreuzhof Werke ausstellen, die zuletzt im Roma Pavillon auf der Biennale in Venedig gezeigt wurden. Weitere Ausstellungen und Lesungen runden das familientaugliche Programm ab. Der Abend klingt aus mit Musik und Tanz, unter anderen wird der bekannte Jazzer Zipflo Weinrich zu hören sein.
Programm und weitere Informationen: www.8april.org
Fotos können zur Berichterstattung honorarfrei abgedruckt werden. Copyright: Andreas Gartner.
Download: http://www.8april.org/presse/de








