(openPR) Der Ölpreis hat seit anfangs Februar an den Rohwarenbörsen 18 Dollar zugelegt, ohne dass sich an der Versorgungslage Wesentliches geändert hätte. Diese ist im Gegenteil als entspannt einzustufen, von Engpässen kann beim besten Willen nicht die Rede sein. Trotzdem ist der Aufwärtstrend beim Ölpreis ungebrochen, dem ohnehin übervollen Spekulationsballon wird aus den sich abkühlenden Aktienmärkten täglich neue Luft zugeführt. Mit dem gestrigen Geldregen der Notenbanken über die Finanzmärkte wird nach aggressiven Leitzinssenkungen wiederholt mit grobem Geschütz versucht, die Auswirkungen der US-Finanzkrise abzudämpfen. Der US-Wirtschaft soll eine ‚weiche Landung’ ermöglicht werden. Trotzdem rechnen die Experten der Internationalen Energie-Agentur mit einer Abschwächung der Ölnachfrage im zweiten Quartal. Da ausserdem die Versorgungs- und Vorratslage wie erwähnt unproblematisch ist und weltweit ausreichende Ölmengen gefördert werden, wären die Voraussetzungen für ein moderateres Ölpreis-Niveau seit Wochen gegeben. Sie werden aber bei der Preisbildung an den Rohwarenmärkten derzeit konsequent ausgeblendet. Erkannt werden in der aktuellen, preistreibenden Stimmung nur Faktoren wie die unvermindert wachsende Ölnachfrage Chinas oder Lieferausfälle in Nigeria. Wenn Sie in den kommenden Wochen Heizöl brauchen, wird ein sehr teurer Ergänzungskauf unvermeidlich sein. Ob und wann die Spekulationsblase auf dem Ölmarkt platzt, kann niemand vorhersagen. Solange der Zufluss spekulativen Kapitals anhält, ist im Gegenteil mit weiter steigenden Ölpreisen zu rechnen.













