(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Zum zweiten Mal in diesem Jahr erreichte der Ölpreis an der New Yorker Rohstoffbörse die Marke von 100 Dollar pro Barrel (exakt: 100,01). Als Begründung wird unter anderem eine schwere Explosion in einer texanischen Ölraffinerie angegeben, in der täglich knapp 70.000 Barrel Öl verarbeitet werden.
Indes dürften die Ursachen für ständig steigende Ölpreise tiefer liegen.
Zunächst wächst die Nachfrage trotz hoher Preise weltweit, wenn auch nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) etwas langsamer. Erst kürzlich hatte die IEA ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage 2008 nach unten revidiert, von 2,2 auf 1,9 Prozent. Vor allem Länder wie China und Indien verbrauchen immer mehr Öl.
Auf der anderen Seite muss die OPEC, die mit einer täglichen Fördermenge von derzeit 32 Millionen Barrel rund 40 Prozent der globalen Nachfrage nach Erdöl abdeckt abwägen, zwischen der negativen Wirkung eines zu hohen Ölpreises auf die globale Wirtschaft und den Interessen einzelner Mitglieder des Kartells, die von hohen Ölpreisen abhängig sind, wie beispielsweise Iran oder Venezuela.
Gleichzeitig werden bei Ölpreisen in derzeitiger Höhe immer weitere Alternativen wirtschaftlich. Dazu zählen sowohl bisher aus Kostengründen nicht erschließbare Ölvorkommen wie die Entwicklung regenerativer Energiequellen, deren Marktfähigkeit sich verbessert. Dies ist für die OPEC ein wichtiger strategischer Aspekt.
Letzteres hat aktuelle nach Expertenmeinung allerdings auch zur Folge, dass die Nahrungsmittelpreise parallel zum Ölpreis steigen. Denn wenn sich der Anbau von Energiepflanzen mehr und mehr lohnt, schrumpft das Angebot an Nahrungs- und Futtermitteln automatisch und weltweit. Höhere Preise, weniger Kaufkraft. Beides ist nachteilig für die Konjunktur.
Zusätzlich zu den marktwirtschaftlichen Antrieben sorgen börsentechnische Faktoren für immer neue Preisziele beim Öl.
So gehen Analysten derzeit davon aus, dass die 100-Dollar-Marke ein entscheidender Punkt für die weitere Preisbildung ist. Sollte der Ölpreis im Tagesschluss über 100 Dollar stehen, wäre dies ein solides Kaufsignal, aus dem sich das nächste Kursziel von 120 Dollar pro Barrel ergäbe.
Wird die 100-Dollar-Marke nicht gehalten, ist ebenso ein Rückgang auf 85 Dollar und weniger pro Barrel möglich.
Beides hänge indes nicht von aktuellen Meldungen aus dem Markt ab, sondern einzig von den Kauf- bzw. Verkaufsmechanismen großer Fonds.
Am Mittwochvormittag erlebten die Börsen zunächst einen Abprall von der 100-Dollar-Marke. Innerhalb kurzer Zeit sank der Preis in New York um rund einen Dollar und stand zwischenzeitlich bei unter 99 Dollar pro Barrel.
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