(openPR) Biofeedback-Training ist eine effektive, nicht-medikamentöse Behandlungsform der Migräne, die dem Patienten eine Möglichkeit an die Hand gibt, eigenständig Migräneattacken schon im Vorfeld zu verhindern, oder zumindest deutlich zu lindern. Da zunehmend auch Kinder unter kindlicher Migräne und/oder (Schul-)Kopfschmerz leiden, ist gerade für sie dieses spielerische Erlernen der so genannten „Vasokonstriktion“ überaus hilfreich.
Während einer solchen Therapie wird dem Patienten ein Bio-Signal optisch oder akustisch zurück gemeldet, im Falle der Migräne die momentane Erweiterung oder Verengung von Blutgefäßen. Bei Migräne muss nach derzeitigem Kenntnisstand der Vasodilatation – also der Erweiterung - der Gefäße entgegengewirkt werden, ähnlich wie es die gängigen Triptane auf chemischem Wege tun. Als Biosignal eignet sich hierzu der Blutvolumenpuls, der problemlos über einen Sensor an der Schläfenarterie gemessen werden kann. Das so erhaltene Signal wird über den PC in verschiedene animierte Grafiken umgewandelt und kann so dem Patienten auf dem Bildschirm dargeboten werden, beispielsweise in Form eines sich verengenden bzw. erweiternden Rings.
Den Durchmesser dieses Signals willentlich zu verändern ist das Ziel des Trainings, hierdurch können die in Entstehung befindlichen Migräne-Kopfschmerzen willentlich beeinflusst werden. Die Patienten müssen herausfinden, wie Sie durch Gedanken, durch bestimmte innere Vorstellungen, körperliche Prozesse auslösen, die letztlich zu der gewünschten Vasokonstriktion führen. Die meisten Patienten sind hierzu recht schnell in der Lage, besonders Kinder haben hieran oft großen Spaß und sprechen auf dieses Training sehr gut an. Erfahrungsgemäß umfasst ein solches Training 6 bis 10 Sitzungen, bei Bedarf kann das Training natürlich durch ein hypnotherapeutisches Stressreduktions-Pogramm unterstützt werden.
In einer hier in der Praxis durchgeführten internen Studie schafften es 8 von 10 Klienten schon nach 2 bzw. 3 Sitzungen, rein durch Konzentration und Visualisierung die entsprechenden Gefäße zu verengen bzw. auch zu erweitern, im 5 bzw. 6 weiteren Sitzungen wurde diese Fähigkeit verstärkt und verfestigt. Ein follow-up nach 9 Monaten ergab, dass 7 von 10 Klienten von einer deutlichen Verbesserung berichten konnten: sowohl die Anzahl als auch die Heftigkeit der einzelnen Anfälle habe sich deutlich verringert.





