(openPR) Entscheiderforum zur Rekommunalisierung in München am 17./18. Januar
Eine repräsentative Umfrage brachte es an den Tag: 10% der Städte über 20.000 Einwohner wollen bereits privatisierte Bereiche wieder in städtische Regie übernehmen. Als Gründe wurden sowohl die Unzufriedenheit mit den Privatisierungsergebnissen als auch das gewachsene Selbstbewusstseinn der Kommune angegeben. Sie trauen sich bei der Rekommunalisierung durchaus zu, ihre eigenen Betriebe organisatorisch und wirtschaftlich erfolgreich aufzustellen. Es feiern nicht etwa die alten Amtsstrukturen fröhliche Urständ sondern es werden moderne kommunale Dienstleister geschaffen, die hohe Effizienz und Effektivität erfolgreich mit öffentlicher Verantwortung verbinden.
Erik Schmidtmann, Geschäftsführer der Kommunalberatung GECON GmbH kann diesen Trend aus eigener Erfahrung voll bestätigen. Als Berater hat er das bisher größte Rekommunalisierungsprojekt Deutschlands im Rhein-Sieg-Kreis (600.000 Einwohner) begleitet und stellt fest: "Seit 01. Januar erfüllt das Kommunalunternehmen dort seine Aufgaben tadellos und die Kosten sind gegenüber der Vergangenheit gesunken." Hintergrund für den einstimmigen Beschluss des Kreistages zur rekommunalisierung war seinerzeit ein Versagen des regionalen Marktes für private Entsorgungsleistungen. Ein Phänomen, das wegen der zunehmenden Konzentration in der Branche immer öfter zu beobachten ist. "In einer solchen Situation ist es entscheidend, aus der Abhängigkeit von einem einzigen Privatentsorger herauszukommen und mit einem kommunalen Betrieb der optimal organisiert ist, gegen das private Quasimonopol an den Start zu gehen, ", betont GECON - Geschäftsführer Andreas Wiebe. Er hat lange Jahre selber für kommunale Entsorgungsbetriebe Verantwortung getragen und weiß, "dass gut organisierte Kommunalunternehmen auch wirtschaftlich wettbewerbsfähig sind".
Die konkreten Erfahrungen mit den Rekommunalisierungen im Rhein-Hunsrück-Kreis (Rheinland-Pfalz), im Rhein-Sieg-Kreis (NRW) und anderen Kommunen werden auf dem Rekommunalisierungsforum III am 17./18.Januar 2008 in München diskutiert. Mit Thomas Lorenz, Vorstand der Rhein-Hunsrück Entsorgung (AöR) und Sascha van Keeken, Prokurist der ARS Abfall Logistik Rhein-Sieg GmbH haben die Veranstalter Referenten aus der Praxis für den Erfahrungsaustausch und die Diskussion mit kommunalen Entscheidern und Praktikern gewinnen können. Wer die Rekommualisierung für seine Kommune für denkbar hält, ist hier gut aufgehoben. Im Forum werden aktuelle Informationen, Erkenntnisse und Erfahrungen zu präsentiert. Daneben wird auf die spezifischen Fragestellungen der Teilnehmer besonders eingegangen. Neben Referenten aus bereits rekommunalisierten Kreisen und Experten der Kommunalberatung wird auch Frau Christiane Friderich, 1. Werkleiterin des Abfallwirtschaftsbetriebes München, Kommunalreferentin der Landeshauptstadt München und Vorstandsmitglied des VKS im VKU zum Thema referieren. Sie kann auf eine lange Tradition der kommunalen Betriebe in München zurückblicken und die Position des Verbandes kommunale Abfallwirtschaft und Stadtreinigung zum Verhältnis von privaten und kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieben darstellen. Anmeldungen zum Rekommunalisierungsforum III sind per E-Mail und telefonisch möglich.
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