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Abschluss-Standards statt Zentralabitur

16.10.200716:09 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) VDP gegen bundesweite Abiturprüfung / Verlust von pädagogischen Freiräumen droht

Frankfurt am Main - Der Bundesverband Deutscher Privatschulen e.V. (VDP) spricht sich gegen das von Bundesbildungsministerin Annette Schavan geplante bundesweite Zentralabitur aus. Anlässlich der 319. Plenarsitzung der Kultusministerkonferenz am 17. und 18. Oktober in Bonn warnt der Verband vor einem Verlust von pädagogischen Freiräumen und einer Aushöhlung des Bildungsföderalismus. Statt einer bundesweit einheitlichen Abiturprüfung schlägt der VDP die Entwicklung einheitlicher Abschluss-Standards vor. Diese würden ebenfalls eine Vergleichbarkeit der Abschlüsse gewährleisten, gleichzeitig aber mehr Freiheit bei der Schul- und Unterrichtskonzeption gestatten.

„Je enger die Prüfungsaufgaben für ein bundesweites Zentralabitur gefasst würden, desto stärker wirkte sich dies auch auf die Lehrpläne der Länder aus“, erläutert VDP-Präsident Michael Büchler die Position des Verbandes. „Dies würde nicht nur dem Prinzip des Bildungsföderalismus zuwiderlaufen, sondern auch den Aussagen zahlreicher Bildungsexperten widersprechen, die ja gerade eine deutlich größere Autonomie der Schulen und nicht eine stärkere Vereinheitlichung anmahnen.“ Schon heute würden private wie staatliche Schulen von den geltenden Lehrplänen viel zu stark eingeengt: „Wir brauchen aber gerade nicht mehr Einheitlichkeit, sondern mehr Wettbewerb und Vielfalt im deutschen Schulwesen.“ Schulen benötigten mehr Freiräume, um eigene Profile und Konzepte zu entwickeln und somit viel individueller auf den einzelnen Schüler eingehen zu können, so Büchler: „Die PISA-Siegerländer Finnland und Niederlande machen vor, welche qualitativen Vorteile eine größere Schulautonomie mit sich bringt.“

Um trotzdem eine Vergleichbarkeit der Bildungsziele zu gewährleisten, hält der VDP Abschluss-Standards für viel geeigneter als ein Zentralabitur. Büchler: „Abschluss-Standards beschreiben zwar das zu erreichende Lernniveau, engen aber bei weitem nicht so ein wie ein verbindlicher Aufgabenkatalog. So erreichen wir eine Gleichwertigkeit der Ziele, aber auch die dringend benötigte Vielfalt der Wege im deutschen Schulsystem.“ Eine unabhängige Schulaufsicht könnte dabei nach Ansicht des VDP-Präsidenten die Einhaltung dieser Abschlussstandards auch über Ländergrenzen hinweg sicherstellen: „Auch wir sind für größere Transparenz und Vergleichbarkeit der Schulleistungen. Auch wir wollen einheitliche Zielvorgaben. Es sollte nur nicht zentral festgelegt werden, wie diese Zielvorgaben zu erreichen sind.“

Verantwortlich für den Inhalt: Martin Kunze, Pressesprecher

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