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Bildungspolitische Kleinstaaterei verhindert Mobilität

09.08.200709:50 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Von zentralen Prüfungen profitieren Kinder, Eltern und die Wirtschaft

Bonn/Hannover – In einigen Bundesländern fängt die Schule wieder an. Dies ist immer ein beliebter Zeitpunkt, um über Bildungs- und Schulpolitik zu diskutieren. Die Riege derer, die sich für bundeseinheitliche Bildungsstandards aussprechen, wird größer. Jetzt hat sich auch der niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann (CDU) für Überlegungen ausgesprochen, in einigen Jahren bundesweit einheitliche schriftliche Abiturprüfungen durchzuführen. „Wir haben in Niedersachsen mit der Einführung des Zentralabiturs sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Qualität des vorangehenden Unterrichts und die Vergleichbarkeit der Ergebnisse haben sich deutlich gesteigert. Das ist ein Modell, das sich auch bundesweit etablieren lässt", so Busemann. Er hält es jedoch für geboten, vor dem ersten bundesweiten Zentralabitur erste bundesweit vergleichbare Klausuren im Unterricht zu schreiben und daraus Erfahrungen zu gewinnen, ohne dass dies gleich prüfungsrelevant sei.



In der Düsseldorfer Wirtschaftszeitung Handelsblatt http://www.handelsblatt.de kommentiert der frühere CDU-Spitzenpolitiker Lothar Späth die derzeitige Diskussion. Für ihn ist klar: Ein einheitlicher Bildungsstandard schafft die nötige Mobilität, die von einer globalisierten Welt erwartet wird. Späth erteilt ideologischen Streitereien eine Absage und plädiert für eine pragmatische Debatte. „Die aktuelle Praxis erleichtert weder die geforderte Mobilität der Bürger, noch fördert sie das allgemeine Bildungsniveau. Wer für einen föderalistischen Wettbewerb plädiert, und das bin auch ich, der muss dennoch anerkennen, dass Föderalismus immer auch einen Rahmen benötigt, der allen Bundesbürgern grundlegende Gemeinsamkeiten garantiert“, so der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg.

Innerhalb Deutschlands müsse dasselbe „Kernwissen“ gelten, denn dies verbinde und erhöhe die Flexibilität. „Wie will man den Menschen erklären, dass man die Mobilität innerhalb der Europäischen Union fördern muss, wenn man gleichzeitig auf unterschiedliche Bildungsstandards in den Bundesländern beharrt? Das ist wenig sinnvoll, wirkt kleinkariert und provinziell“, schreibt Späth. Michael Müller, Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de und Geschäftsführer des IT-Dienstleisters a&o http://www.ao-services.de, hält Späths Einwände für plausibel: „Die mittelständische Wirtschaft unterstützt diese Thesen. Viele so genannte Experten, Lehrer und Politiker kämpfen mit Vehemenz gegen zentrale Prüfungen und einheitliche Standards, weil sie davor Angst haben, sich dem Wettbewerb auszusetzen. Zentrale Bildungsabschlüsse haben mehrere Vorteile: Sie machen es Familien und vor allem den Kindern leichter, wenn die Eltern aus beruflichen Gründen von Aurich nach Augsburg umziehen müssen. Sie machen es auch Betrieben leichter, Leistung und Zeugnisnoten besser einzuschätzen. Und sie machen unsere jungen Menschen fit für den europäischen Wettbewerb. Wenn wir schon in Deutschland kleinstaatlich denken, werden wir in Europa nicht weit kommen.“

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