(openPR) Vor Jahren schon hat der erfolgreiche Spekulant Warren Buffett vor den Myriaden Derivaten in den Büchern von Banken gewarnt. Nur etwa 1,6 Prozent aller ausstehenden Derivate sollen der Absicherung von Börsengeschäften dienen, der Rest soll reine Spekulation sein. Zu den weltweit größten „Derivateschleudern“ gehört die Deutsche Bank, deren Börsenkurs seit langem schon dahin mickert, während sie auf geradezu gigantischen Mengen von Derivaten sitzt. Massenvernichtungsmittel der Finanzindustrie hat sie nämlicher Warren Buffett einmal genannt.
Was haben einige geldgierige Mitarbeiter und Spekulanten nur aus diesem einst so stolzen Bankhaus gemacht! Nun drängt sich die Frage auf: Was wird aus ihm wenn die EZB künftige finanzwirtschaftliche Turbulenzen nicht sofort in Sturzfluten weiteren Neugeldes ersticken und implodierende Derivatebestände von Banken nicht löschen kann? Welchen Schaden würde die Deutsche Bank außer ihrer Selbstvernichtung in der Weltfinanzwirtschaft anrichten?
Die Aktienkurse spiegeln derzeit eine wirtschaftliche Verfassung vor, die mit der Realität nicht mehr das Geringste zu tun hat. Aber wohin nur mit dem vielen Geld, wenn man nicht in Aktien und Anleihen investieren will? Gold? Goldminenaktien? Ja, wenn man davon nur mehr verstände. Solche und ähnliche Überlegungen mögen derzeit viele ratlose Spekulanten umtreiben. Der größte Teil der Deutschen hat allerdings keinen Anlaß, ihr Gehirn mit solchen Gedanken zu martern. Denn die Masse hält, wenn sie überhaupt über nennenswerte Ersparnisse verfügt, reines Geldvermögen und ärgert sich allenfalls über Null- oder Minuszinsen.
Die Corona-Krise ruiniert derzeit die Finanzen selbst der reichsten Staaten. Das Wirtschaftsleben kommt weltweit durch Quarantänemaßnahmen zum Erliegen. Zahlreiche Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz, viele Unternehmen können ihren Betrieb ohne staatliche Hilfe nicht mehr aufrechterhalten (oder geben es jedenfalls vor). Hätten wir jetzt ein Grundeinkommen wie es an dieser Stelle bereits seit Jahren vorgeschlagen wurde, wären wenigstens die Bürgerinnen und Bürger versorgt und die Binnennachfrage stabilisiert. Die Staatsbürokratie könnte sich auf die Probleme der Unternehmen und die weltweiten Wirtschaftsbeziehungen konzentrieren und unter anderem wirksam dafür sorgen, daß Kriminelle die Situation nicht zum Erschleichen von Unterstützung nutzen.
Weisheit und Politik gehen leider nur allzu selten miteinander. Das lehrt uns die Geschichte der Menschheit und wir sollten davon ausgehen, daß sich daran auch in Zukunft nichts ändern wird.
Kauft jemand in Deutschland eine Immobilie, so sollte es für die Finanzämter ein Leichtes sein, die Herkunft des Geldes für den Erwerb zu klären bzw. den Nachweis zu verlangen, daß das Geld rechtlich korrekt erworben wurde. Dennoch wird augenscheinlich auf diese Information verzichtet. Andererseits treiben interessierte Kreise die Überwachung der Bürger voran. Bequeme bargeldlose Zahlung ist dabei der Königsweg in die Falle der Totalüberwachung. Ohne Bargeld ist der Bürger aber gläsern; Überwachung und Manipulation im Interesse herrschender Cliquen wird zum Kinderspiel.
Dennoch versuchen interessierte Kreise, die Abschaffung von Barzahlungen voranzutreiben. Schon aus hygienischen Gründen, hört man obwohl dieses Argument seit langem schon mehrmals widerlegt wurde. Bargeldlos geht aber doch alles so einfach und berührungslos. Ja schon, aber um welchen Preis? In Australien wird derzeit probiert, Sozialhilfe auf Debitkarten auszuzahlen, nicht zuletzt, um das Verhalten der Menschen zu steuern. Denn nur bestimmte Güter und Dienste können mit diesen Karten gekauft werden, andere nicht. Schöne neue Welt? Wir sollten uns hüten!
Der gläserne Steuerbürger existiert bereits in vielerlei Hinsicht. Das gilt aber vor allem für die vielen „kleinen Leute“. Die Reichen, darunter auch Steuervermeider und -hinterzieher scheinen selbst von den am besten organisierten Steuerverwaltungen der Welt nach wie vor nicht zu fassen zu sein – oder sie sollen gar nicht gefaßt werden. Denn ihre Interessen werden im Parlament besser vertreten als die des unteren Mittelstandes sowie die von Millionen Armen. Auch in Deutschland. Den Strippenziehern einer absurden Steuerpolitik zugunsten der Reichen gelingt es in Deutschland bereits seit Jahrzehnten, den unteren Mittelstand insgesamt relativ stärker mit Abgaben zu belasten als die Einkommensmultimillionäre.
Bargeld ist ein Eckpfeiler bürgerlicher Freiheit. Kriminelle und Steuerhinterzieher zu verfolgen und zu bestrafen ist möglich, ohne dazu sämtliche Bürgerinnen und Bürger zu überwachen. Man muß es nur wollen. Andererseits müssen wir konsequent gegen alle Entwicklungen und Bestrebungen zur Totalüberwachung der Bürgerinnen und Bürger vorgehen. Versäumen wir das, werden diese selbstverständlich. Schließlich wird der Weg in die Unfreiheit und letztlich Sklaverei der großen Bevölkerungsmehrheit unumkehrbar sein.
In den USA wird bereits unübersehbar, wo es nach dem Willen der Mächtigen langgehen soll. Der Amazon-Konzern eröffnet derzeit sogenannte Amazon-Go-Läden. Diese Läden sind mit einer Überwachungstechnologie ausgestattet, die jede Bewegung der Kunden im Laden lückenlos verfolgt. Dabei spielt auch die Gesichtserkennung eine maßgebliche Rolle. Die Daten werden gespeichert und können den Personen jederzeit zugeordnet werden, sodaß Analysen ihres Verhaltens möglich sind. Man fragt sich, ob die Amerikaner, ihre Politiker und die zuständigen Behörden wohlwollend zusehen, wie Amazon an einem weltweiten kommerziellen Überwachungsmonopol bastelt – im Interesse des eigenen Gewinns und vielleicht auch im Interesse der US-Geheimdienste.
In China und den USA nehmen ebensolche Bestrebungen bereits mächtig Fahrt auf. Die schöne neue Welt wird zügig realisiert. Während es aber in den USA zunehmend Proteste und erste Gesetze gegen die Totalüberwachung per Gesichtserkennung gibt, sind aus Europa noch keine stärkeren Abwehrreaktionen der Zivilgesellschaft zu erkennen. Obwohl wir von Bestrebungen der Herrschaft des großen Geldes nicht weniger betroffen sind.
Auch Microsoft ist datenhungrig wie nie. Windows 10 ist der neue Agent, der den Benutzer erst transparent und dann lenkbar machen soll. Ob die große Masse der Menschenschafe überhaupt erkennt, welche Rolle ihr von den Menschenwölfen zugedacht ist?
In der Reihe „Tacheles“ sammelt Prof. Querulix seit vielen Jahren seine Beobachtungen und Kommentare des bunten Treibens der Menschentiere. Bisher gibt es 7 Bände eBooks. Der 7. Band der Reihe trägt den Titel „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3, 264 S.) und ist ab sofort im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) sowie in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro erhältlich.
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