(openPR) • Das Deutsche Institut für nachhaltige Entwicklung e.V. (DINE) ist ein An-Institut der Hochschule Heilbronn
• DINE wurde vor zehn Jahren gegründet
• Hauptaufgabe ist der Wissenstransfer im Bereich Nachhaltige Entwicklung in die breite Gesellschaft
Die dritte Leistung (third mission) der Hochschulen, nach Forschung und Lehre, ist der Wissenstransfer. Vor 10 Jahren war Nachhaltigkeit noch nicht in aller Munde. Vorausschauend gründeten im Herbst 2009 Professor*innen und Absolvent*innen der Hochschule Heilbronn das „Deutsche Institut für Nachhaltige Entwicklung an der Hochschule Heilbronn, kurz DINE. Das Institut sollte eine Verbindung sein zwischen der Wissensquelle Hochschule und der Gesellschaft. Das DINE verfolgt das Ziel die abstrakte Bezeichnung Nachhaltige Entwicklung wissenschaftlich so zu beschreiben, dass messbare Kriterien zur Verfügung stehen u.a. im Bereich Weinwirtschaft. Nachhaltige Entwicklung wird dabei ganzheitlich verstanden: Es bedeutet gutes Leben und erfolgreiches Wirtschaften zugleich -sozial gerecht und dauerhaft möglich.
Bis heute wird das DINE von Professorin Ruth Fleuchaus und dem ehemaligen Weinbauprofessor Armin Gemmrich erfolgreich geleitet. Grundlagen für eine nachhaltige Wirtschaftsweise wurden in zahlreichen Projekten im In- und Ausland gelegt.
Bereits 2010 wurden, mit finanzieller Unterstützung des Bundes, Kriterien für nachhaltigen Weinbau entwickelt und erprobt. Zu den Erfolgen des DINE zählt das Zertifikat FairChoice®, das erste wissenschaftlich fundierte Nachhaltigkeitssiegel, mit welchem zunächst Weingüter ausgezeichnet wurden, die die wissenschaftlich fundierten, ökologischen, ökonomischen und sozialen Voraussetzungen erfüllen. 2018 wurden die Voraussetzungen angepasst, so dass nun auch Fruchtsaft zertifiziert werden kann. Eine Übersicht über die zertifizierten Unternehmen ist auf www.fairchoice.info zu finden.
In Kooperation mit dem Handel und verschiedenen Forschungseinrichtungen arbeitet das DINE seit 2014 weltweit für eine nachhaltige und an die Herausforderungen des Klimawandels angepasste Weinproduktion. Eingebunden sind bei solchen Projekten die Studierenden und Wissenschaftler*innen der Hochschulen vor Ort, die in Thesisarbeiten ihren Beitrag für eine nachhaltige Zukunft leisten.
Third Mission bedeutet auch die Bereitstellung von sozial, kulturell oder ökonomisch nutzbarem Wissen. In zahlreichen Workshops deutschlandweit, 2017 auch in Luxemburg, hat das DINE zahlreiche Menschen auf eine nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweise vorbereitet. Verständliche Publikationen tragen langfristig zum Wissenstransfer bei. Ferner engagiert sich das DINE beim Projekt EcoScout. Das Projekt wird von der IHK und der Hochschule gemeinsam durchgeführt und leitet Auszubildende zum nachhaltigen Handeln im Unternehmen an. Auch im Bereich der Bildung ist das DINE aktiv. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens spendet das DINE dieses Jahr den Nachhaltigkeitspreis der Hochschule Heilbronn. Im Rahmen der Ethiktagung am 04. Dezember 2019 wird der Preis an herausragende Studienarbeiten, die sich der nachhaltigen Entwicklung widmen, vergeben.
Städte nachhaltig zu gestalten ist eine riesige Herausforderung. Auch hier bringt das DINE seine Kompetenz ein und berät und betreut Kommunen bei der Einführung eines Nachhaltigkeitsmanagements und bei der Umsetzung von Klimaschutzzielen. In der Weinbranche haben mit Hilfe des DINE drei Weingüter in Deutschland den Klimaschutz optimiert und können klimaneutralen Wein anbieten. Dem Weinliebhaber stehen nun deutsche Weine zur Verfügung, die aus kontrolliert nachhaltiger Produktion stammen und auch klimaneutral sind. Genuss und Verantwortung vereint in einem Glas. Helena Ponstein, die Expertin für Klimaschutz beim DINE, unterstützt verantwortungsvolle Winzer, die ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten möchten, mit CO2-Bilanzen und Beratung zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen durch die Weinproduktion.
Das DINE als branchenübergreifende Plattform rund um die nachhaltige Entwicklung ist seit Gründung Ansprechpartner für Unternehmen, Organisationen und Personen, die Nachhaltigkeit implementieren möchten. Das Institut berät hier in den Bereichen Bildung, CO2-Fußabdruck, Klimaschutz, kommunales Nachhaltigkeitsmanagement, Tourismus und Weinwirtschaft. Das Thema Nachhaltigkeit ist heutzutage drängender denn je. Daher sind die Ziele weiterhin, in Unternehmen und Organisationen die nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Für das Zertifikat FairChoice® sind Erweiterungen auf weitere Lebensmittelbereiche geplant.













